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Wetter in Deutschland : Glätte und Neuschnee führen zu Verkehrschaos

Frankfurter Flughafen zeitweise dicht, Stromausfälle in Thüringen, Dacheinsturz in Kulmbach: Tief Monika hat in ganz Deutschland mit einer Schneedecke überzogen.

Winterwetter wechselt sich immer wieder mit Tauwetter ab. Doch Der Winter steht aber schon wieder in den Startlöchern.Weitere Bilder anzeigen
Foto: dpa
08.03.2013 17:00Winterwetter wechselt sich immer wieder mit Tauwetter ab. Doch Der Winter steht aber schon wieder in den Startlöchern.


Eisregen, Glätte und neue Schneefälle haben deutschlandweit für erhebliche Verkehrsbehinderungen gesorgt. Auf dem Flughafen Frankfurt am Main kam der Flugbetrieb in der Nacht zum Donnerstag zeitweilig komplett zum Erliegen, auf zahlreichen Autobahnen und Straßen stauten sich die Autos. In Thüringen führte das Winterwetter zu stundenlangen Stromausfällen.

Nach heftigen Schneefällen mussten am größten deutschen Flughafen in Frankfurt in der Nacht alle drei Flugbahnen für vier Stunden gesperrt werden. Am Donnerstagmorgen normalisierte sich die Lage nach Auskunft eines Sprechers langsam wieder, allerdings mussten durch den Rückstau aus der Nacht rund 110 Flüge gestrichen werden. Zudem kam es zu Verspätungen. Rund 3000 Passagiere, deren Flüge annulliert wurden, saßen am Morgen noch am Flughafen fest und sollten auf andere Flüge umgebucht werden. Mehrere hundert Flugpassagiere mussten die Nacht auf dem Münchner Flughafen verbringen, weil ihre Maschinen Frankfurt nicht anfliegen konnten. Auch auf den Berliner Flughäfen kam es zu Störungen.

Hunderte Fahrzeug blieben auf der Autobahn stecken

Auf den Straßen führten Neuschnee und Glätte zu hunderten Unfällen. Allein in Nordrhein-Westfalen registrierte die Polizei von Mittwoch bis Donnerstagfrüh mehr als 800 wetterbedingte Unfälle mit mehr als 70 Verletzten. Auf der Autobahn A 9 in Thüringen bildete sich bei Triptis ein bis zu 40 Kilometer langer Stau, weil die Fahrbahn am Triptiser Berg am Mittwochabend unpassierbar wurde.
Hunderte Fahrzeuge steckten die ganze Nacht über auf der Autobahn fest, die Insassen wurden von der Feuerwehr und dem Technischem Hilfswerk mit Decken und Getränken versorgt. Auch auf der A 72 in Sachsen und auf der A 661 in Hessen kam der Verkehr wegen liegengebliebener Lkw zeitweilig zum Erliegen.
Auch Bundesstraßen und Landstraßen unter anderem in Thüringen und Sachsen mussten wegen starker Schneefälle und umgeknickter Bäume zeitweise gesperrt werden. In Thüringen kam es im Saale-Orla-Kreis und im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt zu stundenlangen Stromausfällen, nachdem Bäume auf Leitungen gefallen waren.

Dacheinsturz in Brauerei

In Leipzig brach am Mittwochabend der gesamte Straßenbahnverkehr zusammen, nachdem sich durch den Regen Eis auf den Oberleitungen gebildet hatte. Auch am Donnerstag fuhren zunächst kaum
Straßenbahnen. Im bayerischen Kulmbach stürzte am Mittwochabend das Dach einer Lagerhalle der Kulmbacher Brauerei, in der Leergut gelagert war, unter der Last der Schneemassen ein.

Bei der Bahn kam es am Donnerstagmorgen auf allen Fern- und Nahverkehrsstrecken zu Verspätungen. Nach Angaben eines Bahnsprechers konnten die Fernverkehrszüge lediglich mit 160 Stundenkilometern unterwegs sein, normalerweise können sie bis zu 250 Stundenkilometer schnell fahren. „An den Fahrzeugen befindet sich Schnee und Eis, bei höherem Tempo würde das zu Schäden führen“, erklärte der Sprecher.

Besonders betroffen war die Strecke Nürnberg-Leipzig, die komplett gesperrt werden musste, nachdem in Thüringen ein Baum unter der Schneelast auf die Oberleitung gefallen war. Die Züge wurden über Fulda umgeleitet, es kam zu etwa einstündigen Verspätungen. Die Strecke sollte gegen Mittag wieder freigegeben werden. Bahnkunden können sich über die aktuelle Lage im Internet oder über die kostenlose Hotline 08000/996633 zu informieren. (AFP)

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