Wetter : Neuschnee und Glätte sorgen für Gefahr auf den Straßen

Winterchaos auf den Straßen: Heftige Schneefälle haben am Dienstag den Berufsverkehr in mehreren Bundesländern erheblich behindert. Der Winter hat vor allem Süddeutschland fest im Griff.

Ulrich Meyer,Nina Jerzy[ddp]
Schnee
Autofahrer haben in ganz Deutschland mit dem Schnee zu kämpfen. -Foto: dpa

MünchenBesonders betroffen war Bayern, wo örtlich in der Nacht bis zu 20 Zentimeter Neuschnee fiel. Es ereigneten sich zahlreiche Unfälle, bei denen es auch zwei Todesopfer zu beklagen gab. Auf der B 12 bei Haag in Oberbayern stießen am Dienstagmorgen auf schneeglatter Fahrbahn ein Kleintransporter und Lkw frontal zusammen. Einer der beiden Fahrer wurde getötet, der andere kam schwer verletzt in ein Krankenhaus.

Bereits am späten Montagabend rutschte das Auto eines 25-Jährigen in Deisenhausen bei Günzburg auf die Gegenfahrbahn und stieß dort mit einem Linienbus zusammen. Anschließend schleuderte der Wagen noch gegen einen Baum. Der Autofahrer wurde in seinem völlig zerstörten Fahrzeug eingeklemmt und starb noch an der Unfallstelle. Der Busfahrer und ein Passagier wurden leicht verletzt.

Behörden empfehlen Schneeketten

Im Allgäu registrierte die Polizei fast 50 wetterbedingte Verkehrsunfälle. Dabei wurden mindestens acht Personen verletzt. Bei der Mehrzahl der Unfälle blieb es aber bei Sachschäden. Mehrere Bundesstraßen mussten wegen liegen gebliebener Lkw gesperrt werden. Im Frankenwald, dem Fichtelgebirge und der Rhön empfahlen die Behörden zum Teil Schneeketten.

Rund um München gab es am Morgen zum Teil bis zu 20 Kilometer lange Staus auf den Autobahnen. Auch auf der A 8 zwischen Rosenheim und München sowie der A 9 Ingolstadt-München kamen die Autofahrer zum Teil nur im Schritttempo voran.

In Kirchberg an der Jagst in Baden-Württemberg kam ein Lkw aufgrund Schneeglätte ins Schleudern und rutschte in eine Garage, in der ein Pkw abgestellt war. Der Lkw-Fahrer wurde leicht verletzt. In Kreßberg-Mariäkappel rutschte ein Pkw in der Ortsmitte ebenfalls aufgrund von Schneeglätte in ein Buswartehäuschen. Verletzt wurde hier niemand.

Im Allgäu bis zu 40 Zentimeter Neuschnee erwartet

Der Deutsche Wetterdienst erwartete im Laufe des Tages ergiebige Schneefälle in den Hochlagen von Alb und Schwarzwald sowie am Alpenrand mit Neuschneemengen von bis zu 30 Zentimetern. Für das Allgäu wurden bis zum Abend sogar bis zu 40 Zentimeter vorhergesagt. Das Schneetief sollte im Tagesverlauf Richtung Alpen abziehen und die Schneefälle am Nachmittag in Bayern und Baden-Württemberg nachlassen. Der Mittwoch soll weitgehend trocken bleiben.

Den meisten Neuschnee hatten die Meteorologen am Morgen auf der Zugspitze mit 25 Zentimetern gemessen. Im Erzgebirge waren es 15 bis 20 Zentimeter, im baden-württembergischen Freudenstadt 15 Zentimeter binnen 24 Stunden. In Berlin wuchs die Schneedecke um sechs bis acht Zentimeter an.

Der Wetterdienst kündigte für die Nacht gebietsweise spiegelglatte Straßen an. Von Nordosten ziehe "massive Kaltluft" nach Deutschland. In Gebieten mit Neuschnee und klarem Himmel müsse daher mit überfrierender Glätte gerechnet werden. Für Südbayern und die Schwäbische Alb erwarteten die Meteorologen Tiefstwerte bis zu minus 20 Grad.

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