Welt : Wetter: Sommer - heftig und kurz

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Mit strahlender Sonne und sommerlichen Temperaturen beginnt der Mai. Vor allem im Süden und Osten Deutschlands können sich die Ausflügler auf einen Maifeiertag mit sonnigem und trockenem Wetter freuen. Bei Temperaturen von 23 bis 27 Grad "muss man sogar schon anfangen zu schwitzen", sagte Meteorologe Michael Bauer vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach am Sonntag. "Da wird es schon die ersten Klagen geben, wann es endlich wieder kühler wird", befürchtete der Wetterexperte.

Die Eisverkäufer wird es freuen - nach einem verregneten April wird die Nachfrage nach der kühlen Köstlichkeit in den ersten Maitagen um einiges ansteigen.

Der Wetterdienst Meteofax sagt für den 1. Mai 28 Grad in Berlin und Brandenburg voraus. In Teilen Berlins rechnet die Meteorologin Tanja Lamprecht gar mit "29, vielleicht sogar 30 Grad".

Besitzer von Biergärten und Cafes räumen Tische und Stühle ins Freie. Schon am Montag werden in Sachsen und Bayern 25 Grad erreicht, und die Sonne zeigt sich immer häufiger. Einer Grillparty scheint am Feiertag nichts im Wege zu stehen. Nur im Westen ist es vorsichtshalber angebracht, einen Regenschirm mitzunehmen. Am Dienstagnachmittag fallen vereinzelt Schauer, westlich des Rheins kann es auch kurze Gewitter geben. Bei Temperaturen zwischen 18 und 23 Grad ist es aber wärmer als zuvor.

Im weiteren Verlauf der Woche bleibt es warm, es kann aber vereinzelt regnen. Schauer- und Gewitterwolken ziehen vom Westen her allmählich auch nach Ostdeutschland. Die Sonne lässt sich aber weiterhin blicken. Mit einem Rückgang der Temperaturen rechnen die Meteorologen allerdings zum Wochenende.

Viele können sich 28 oder 30 Grad noch gar nicht vorstellen. Noch vor wenigen Tagen war man froh, wenn die Temperaturen über zehn Grad kletterten.

Aber das Wetter ist im April bekanntermaßen wechselhaft. Wie es aussieht, wird es schon in wenigen Tagen zu Rückschlägen kommen. Dann gibt es wieder verstärkt Schauer und deutlich kühlere Temperaturen. Insofern sollte man den Maifeiertag intensiv genießen, was anschließend kommt, ist ungewiss.

ADAC warnt vor Motorradunfällen

Mit Beginn des schönen Wetters und der neuen Motorradsaison hat der ADAC auf die Unfallgefahren hingewiesen. "Die Motorradfahrer haben jetzt ihre Maschinen wieder raus geholt. Andere Verkehrsteilnehmer müssen sich aber erst noch daran gewöhnen, dass mehr Kradfahrer unterwegs sind", sagte Uwe Seeger, Verkehrsingenieur beim ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt, in einem dpa-Gespräch. Umgekehrt müssten Motorradfahrer sich nach der langen Winterpause erneut mit ihren Maschinen vertraut machen.

"Weil Motorräder so schmal sind, ist es für Autofahrer schwieriger, sie zu erkennen." Zudem werde häufig die Geschwindigkeit von Motorrädern unterschätzt. "Wer hinter einem Motorrad herfährt, sollte einen großen Sicherheitsabstand halten, weil Motorräder häufig in Schlenkern fahren", riet Seeger. Im Stau müssten Autofahrer damit rechnen, dass sich Zweiräder zwischen den langsam fahrenden oder stehenden Wagen hindurchschlängeln: "Allerdings ist dies verboten, Motorradfahrer sollten das unbedingt vermeiden."

Auch wer als Zweiradfahrer Kurven schneidet oder sich zu sehr in die Kurven legt, gehe ein hohes Risiko ein. Bei Unfällen seien Kradfahrer besonders gefährdet: "Sie haben ja keine Knautschzone und müssen sich mit dem Körper abfangen", sagte Seeger. Häufig würden sie bei einem Zusammenprall vom Fahrzeug geschleudert. Deshalb sei robuste Schutzkleidung unerlässlich.

"Im Frühling wird es auf den Straßen insgesamt voller", sagte Seeger. "Im Winter fahren die Leute nicht so gerne. Sie sind lieber unterwegs, wenn es grünt und blüht." Dies bedeute eine "Umstellung", an die sich die meisten Verkehrsteilnehmer erst einige Zeit gewöhnen müssten.

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