Welt : Wetter: Sommer kommt pünktlich zu Hundstagen

Rechtzeitig zu den Hundstagen legt der Sommer in Deutschland eine Punktlandung hin. Die neue Woche meldet sich mit sommerlicher Hitze bis zu 30 Grad zurück, sagte der Deutsche Wetterdienst in Offenbach am Sonntag voraus. Und vorerst bleibe es auch bei der warmen Witterung, allerdings drohten hin und wieder Schauer und Gewitter, sagte Meteorologin Petra Fechner. Die Hundstage (23. Juli bis 23. August) haben ihren Namen vom Hundsstern Sirius, in dessen Nähe die Sonne in diesen Tagen steht. Schon die alten Griechen schrieben dieser Konstellation am Firmament die zu dieser Zeit eintretende Hitze zu.

In Norddeutschland halten sich am Montag noch einige Wolken. Nach Süden hin gewinnt die Sonne mehr und mehr die Oberhand. Bei schwachem, auf Ost drehendem Wind liegen die Höchsttemperaturen zwischen 22 Grad an der Nordsee und 30 Grad am Oberrhein und im Rhein-Neckar-Raum. Im Westen kann es schon am Montag einzelne Gewitter und Regengüsse geben.

Am Dienstag liegen vor allem die Lausitz, das Erzgebirge und das östliche Bayern unter einer dichteren Wolkendecke mit Gewittern und Schauern. Im Lausitzer Bergland macht das Thermometer entsprechend schon bei etwa 20 Grad Halt, während der sonnenverwöhnte Oberrhein sich noch einmal auf rund 30 Grad freuen kann. Auch die Vorschau für Hessen und Rheinland-Pfalz klingt viel versprechend: "Meist sonnig und hochsommerlich warm", lautet Fechners Urteil.

Trotz des Ferienbeginns in fünf Bundesländern kamen die Urlauberströme auf den deutschen Autobahnen und Fernstraßen am Wochenende flott voran. Lediglich in Bayern geriet der Verkehr in Richtung Süden am Samstag erheblich ins Stocken. Die Polizei registrierte auf der Autobahn Nürnberg - München (A 9) zwischen Langenbruck und München-Nord zeitweise einen Stau von 45 Kilometern Länge. Geduld brauchten die Urlauber auch auf der Ostumfahrung Münchens (A 99) und auf der Autobahn Richtung Salzburg (A 8). Am Sonntag lief es dann weitgehend störungsfrei. "Die Leute sind durch", sagte ein bayerischer Polizeisprecher.

Wegen des Ferienbeginns in Berlin, Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein hatte der ADAC vor langen Staus an diesem Wochenende gewarnt. An den Küsten von Nord- und Ostsee ging es auch durch den Bettenwechsel teilweise nur schleppend voran: Auf der Ferieninsel Rügen mussten sich abreisende Urlauber vor dem Rügendamm in eine 15 Kilometer lange Autoschlange einreihen.

Schlimmer als von den Verkehrsexperten befürchtet wirkte sich der Drang der Urlauber nach Süden in Frankreich aus. Am Samstagmittag zählte die französische Verkehrszentrale insgesamt 519 Stau-Kilometer auf den Autobahnen.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben