Wetter : Sturmböen fegen über Deutschland

Schwere Unwetter haben in Deutschland Bäume entwurzelt und Straßen überflutet. Sturmböen und starker Regen richteten unter anderem in Hessen, Rheinland-Pfalz und Mecklenburg-Vorpommern große Schäden an.

Mecklenburg-Vorpommern: Auf der B103 bei Ganzlin stürzten Äste auf die Fahrbahn. Mehrere Straßen mussten gesperrt werden.
Mecklenburg-Vorpommern: Auf der B103 bei Ganzlin stürzten Äste auf die Fahrbahn. Mehrere Straßen mussten gesperrt werden.Foto: ddp

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach registrierte allein im Großraum Hessen zwischen 23 und 2 Uhr rund 15.000 Blitze. Die Feuerwehr in Frankfurt/Main musste gut 150 Einsätze bewältigen
- deutlich mehr als in der Unwetter-Nacht zuvor. Bei Wasenberg trafen umstürzende Bäume einen mit Benzin beladenen Tanklastzug. Der Fahrer kam mit leichten Verletzungen davon. Auf der Autobahn bei Gießen wehte eine Sturmböe einen Lastwagen-Anhänger um.

Zwischen Marburg und Kassel unterbrach die Bahn den Zugverkehr wegen Sturmschäden an der Oberleitung. In anderen Teilen Hessens war der Bahnverkehr ebenfalls massiv gestört. Auch die Straßenbahnlinie durch den Frankfurter Stadtwald war blockiert: "Zahlreiche Bäume und Äste sind in der Nacht auf die Trasse gefallen und müssen bei Tageslicht entfernt werden", sagte Feuerwehr-Sprecher Hans-Jürgen Kohnert.


In Rheinland-Pfalz stand das Regenwasser zeit- und stellenweise bis zu 60 Zentimeter hoch auf der Autobahn 6, wie die Autobahnpolizei mitteilte. Ein Kleintransporter versank an der Ausfahrt Wattenheim bis zur Stoßstange in den Wassermassen. Der Fahrer blieb unverletzt.

An der Müritz in Mecklenburg-Vorpommern stürzten Bäume um und Straßen standen unter Wasser. "Anrufer berichteten von großen Hagelkörnern und Wind wie bei einem Tornado", sagte Torsten Dowe von der Polizei in Neubrandenburg. Mehrere Bundes- und Landesstraßen seien zeitweise nicht passierbar. Ein Autofahrer blieb unverletzt, als ein Baum auf seinen Wagen fiel. Ein Blitz setzte ein Wohnhaus in Hanshagen in Brand. Bewohner kamen nicht zu Schaden. dpa

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