Welt : Wetter: Von Tag zu Tag kälter

Rico Czerwinski

Es wird wieder kälter, aber auf einen richtigen Winter mit Schneefällen wie südlich der Donau muss in Berlin und Brandenburg vorerst verzichtet werden. Wie der Wetterdienst Meteomedia berichtet, werden die Temperaturen bis zum Wochenende täglich um ein bis zwei Grad abnehmen: Nachts auf bis zu fünf Grad unter Null, tagsüber auf etwa null bis zwei Grad. In den Morgenstunden können von heute an Nieselregen und einzelne Schneeflocken Straßenglätte erzeugen. Zudem bildet die wolkenreiche Nordseeluft, die Hochdruckgebiet "Anka" nach Mittel- und Norddeutschland führt, eine graue Dunstglocke: "Das milde Wetter der letzten Tage mit Temperaturen um zehn Grad ist vorläufig passé", sagt Donald Bäcker von Meteomedia, "die Zukunft sieht feuchtkalt und trübe aus".

Ganz anders Süddeutschland: Am Montag hat Tief "Bastian" fast überall für 10 bis 20 Zentimeter Neuschnee gesorgt, und Wintersportler aufatmen lassen. Die Autofahrer hingegen hatten vor allem im Allgäu, in Oberbayern und in Mittelfranken bei Temperaturen um den Gefrierpunkt mit Schnee und überfrierender Nässe zu kämpfen. Bäume fielen unter der Last des sehr feuchten Schnees um und blockierten die Fahrbahnen. Südbayern liegt nun unter einer fast geschlossenen Schneedecke. In Oberstdorf fielen 20 Zentimeter Neuschnee, und sogar in der bayerischen Landeshauptstadt wurden rund zehn Zentimeter Schnee registriert. Nach Ansicht des Metereologen Bäcker gibt es jedoch auch in anderen Teilen Deutschlands keinen Grund, die Hoffnung auf einen weißen Winter aufzugeben: "Der Frühling ist noch lange nicht in Sicht."

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