Wetterkatastrophe : Hurrikan "Omar" verliert an Kraft

Das US-Hurrikanzentrum NHC hat den Wirbelsturm auf die Kategorie eins zurückgestuft. Zuvor hatte "Omar" schwere Schäden auf der Karibikinsel Saint Martin verursacht.

San JuanHurrikan "Omar" hat nach seinem zerstörerischen Zug über die Jungferninseln und Puerto Rico in der Karibik an Stärke verloren und ist auf das offene Meer abgedreht. Er wurde von der Kategorie drei auf eins zurückgestuft, wie das US-Hurrikanzentrum NHC mitteilte. Zwischenzeitlich hatte "Omar" Windgeschwindigkeiten von bis zu 200 Stundenkilometern erreicht. Experten erwarteten eine weitere Abschwächung des Sturms in den kommenden 48 Stunden.

"Omar" hatte zuvor auf den Inseln Saint Martin, Saint Barthélémy und Guadeloupe Sachschaden angerichtet. Laut NHC steuerte "Omar" nun auf den Nordosten der Karibik zu und befand sich am Donnerstagnachmittag (Ortszeit) rund 300 Kilometer von den Antillen entfernt. Die Windgeschwindigkeit erreichte in Spitzen noch rund 140 Stundenkilometer. Auf den Antilleninseln Saint Martin, Saint Barthélémy und Guadeloupe blieben die Hurrikan-Warnungen zunächst in Kraft, für die Jungferninseln und Puerto Rico wurden sie aufgehoben.

Schwere Schäden in Saint Martin

Die Behörden in Saint Martin teilten mit, im Hafen Gustavia von Saint Barthélémy habe der Sturm in der Nacht schwere Schäden verursacht. Das genaue Ausmaß müsse jedoch noch ermittelt werden. Die Bevölkerung blieb zunächst aus Sicherheitsgründen noch zu Hause oder in Notunterkünften.

Rund 400 Menschen mussten den Angaben zufolge in Puerto Rico wegen des Sturms ihre Häuser verlassen. Aus Guadeloupe wurden Schäden an mehreren Küstenstraßen gemeldet. Die Schulen in mehreren Orten blieben geschlossen. Auf den britischen und amerikanischen Jungferninseln hatte "Omar" das öffentliche Leben zwischenzeitlich zum Erliegen gebracht, in Saint Croix auf den blieb eine Öl-Raffinerie geschlossen.

Auch die Puertoricaner hatten sich unter Hochdruck auf den Sturm vorbereitet: Gouverneur Anibal Acevedo Vila ließ Flüge und öffentliche Veranstaltungen absagen, Schulen schließen und Schifffahrtsrouten sperren. Helfer errichteten Notunterkünfte. (leu/dpa)

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