Welt : Wettstreit um japanische Thronfolge

Wird nach 40 Jahren der erste Junge geboren?

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Wird nach 40 Jahren der erste Junge geboren?
Heute aus New York, Hamburg und Rom

Tokio - Der Countdown läuft. Am Mittwoch wird die japanische Prinzessin Kiko ihr drittes Kind per Kaiserschnitt zur Welt bringen. Das Volk harrt in gespannter Erwartung, schließlich ist es gut möglich, dass die 39-jährige Frau von Prinz Akishino den zukünftigen Kaiser von Japan in sich trägt. Manche japanischen Medien gehen bereits davon aus, dass es ein Junge wird – der erste in der kaiserlichen Familie seit über 40 Jahren. Damit wäre die Nachfolgekrise in der ältesten Monarchie erst einmal beendet. Andere dagegen haben gemischte Gefühle, wenn sie daran denken, wie sehr Kronprinzessin Masako jahrelang darunter litt, einen Thronfolger gebären zu müssen – ohne Erfolg.

Das Kind wäre die Nummer drei in der Erblinie hinter seinem Vater Prinz Akishino. Erster Thronanwärter ist Kronprinz Naruhito. Auch für Professor Ko Takahashi, Befürworter der Einführung der weiblichen Thronfolge – mit der die kleine Tochter von Naruhito und Masako später Kaiserin werden könnte – wäre die Geburt eines Jungen „langfristig immer noch keine Lösung“. Damit würde die festgeschriebene Hierarchie am Hofe zwischen dem älteren und dem jüngeren Sohn des Kaisers gekippt. Die schreibt vor, dass in erster Linie die Frau des ältesten Sohns des Kaisers einen Thronfolger gebärt.

Da das Kaiserpaar bisher „nur“ die vierjährige Tochter Aiko hat, konzentrieren sich nun die Erwartungen auf ihre Schwägerin. Manche Japaner spekulieren auch, dass diese schon lange wisse, dass sie einen Jungen gebären wird – und die Schwangerschaft gar kalkuliert herbeigeführt habe, um die Debatte über eine Verfassungsänderung zugunsten einer weiblichen Thronfolge zu beenden, die in Japan seit 1947 gesetzlich verboten ist. In den 1500 Jahren zuvor gab es acht Frauen auf dem Chrysanthemen-Thron, die letzte Kaiserin regierte vor fast 200 Jahren.

Für eine Verfassungsänderung machte sich unter anderem Ministerpräsident Junichiro Koizumi stark, auch ein Großteil der japanischen Bevölkerung steht laut Umfragen dahinter. Die Nachricht von Kikos Schwangerschaft im Februar setzte der Debatte aber vorerst ein Ende.

Er könne sich vorstellen, dass Prinzessin Kiko und Prinz Akishino sich entschlossen hätten, ein weiteres Kind zu bekommen, um Kronprinzessin Masako von ihrem Druck zu befreien, und dafür die Zustimmung aus dem Umfeld des Kaisers bekamen, erklärte der Hofreporter Toshiya Matsuzaki im Fernsehen. Dass das gelingt, scheint fraglich. dpa/AP/Tsp

Tom Cruise , Schauspieler, hat sich bei seiner Kollegin Brooke Shields entschuldigt, dass er sie wegen der Einnahme von Antidepressiva kritisiert hat. „Er kam rüber zu meinem Haus und hat sich herzlich entschuldigt“, sagte Shields in der Fernsehshow von US-Talker Jay Leno . Sie habe die Entschuldigung angenommen. Als Mitglied der Scientology-Sekte hatte Cruise nach der Geburt ihrer ersten Tochter erklärt, Wochenbettdepressionen ließen sich besser mit Übungen und Vitaminen bekämpfen als mit Medikamenten. Shields tat das als „lächerliches Gerede“ ab und wettete in der „New York Times“, dass ihr Kollege noch nie eine Wochenbettdepression hatte. AP

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Eva Herman , Sprecherin, meint, Frauen sollten „öfter einfach mal den Mund halten“. Der „Bild am Sonntag“ sagte sie trotzdem, dass sie anders leben würde, wenn sie von vorn anfangen könnte: „Ich würde mir einen Mann suchen, ihn arbeiten lassen und mich um unsere fünf Kinder kümmern“, sagte die zum vierten Mal verheiratete berufstätige Mutter. Eine Frau sei „eher in der Lage, das Haus heimelig zu machen, schöne Blumen aufzustellen und Apfelkuchen zu backen“. Das mache sie selbst zwar auch nicht, „aber mein Mann macht es auch nicht“.dpa

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Hilary Swank , Schauspielerin, ist nach der Trennung von ihrem Ehemann Chad Lowe offenbar frisch verliebt in ihren Agenten John Campisi . Das US-Klatschblatt „People“ veröffentlichte Bilder des turtelnden Paares aus Rom und schrieb, die 32-Jährige und ihr neun Jahre älterer Agent hätten mehrere Tage in der Villa der Modemacherin Donatella Versace am Comer See in Italien verbracht. Campisi gilt als einer der Topagenten in Hollywood. AFP

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