WHO-Schätzung : Aids breitet sich weiter aus

Die Weltgesundheitsorganisation ist über die anhaltende Ausbreitung der Immunschwächekrankheit Aids besorgt. Laut WHO werden sich bis zum Jahresende rund 4,3 Millionen Menschen neu mit dem HI-Virus infiziert haben.

Genf - Fast zwei Drittel (2,8 Millionen) von ihnen lebten im südlichen Afrika und in Osteuropa und Zentralasien, wo die Infektionen seit 2004 vermutlich um die Hälfte gestiegen seien, teilte die WHO mit. Weltweit seien schätzungsweise 39,5 Millionen Menschen mit dem Erreger infiziert. Knapp drei Millionen Menschen (2,9 Millionen) werden in diesem Jahr an den Folgen von Aids sterben.

Mit wachsender Sorge registriere die WHO, dass die Zahl der HIV-Neuinfektionen in manchen Ländern wie in Uganda wieder steige, wo in der Vergangenheit bereits ein Rückgang oder eine Stabilisierung registriert worden sei.

Positiv sei zu verzeichnen, dass sich die Aufklärungsarbeit auf das Sexualverhalten junger Menschen in vielen von Aids besonders stark betroffenen afrikanischen Ländern auswirke. Sie benutzten inzwischen öfter Kondome, seien beim ersten Intimverkehr im Durchschnitt älter und hätten zudem weniger Sexualpartner. So sei die HIV-Infektionsrate in den Jahren 2000 bis 2005 unter jungen Menschen in Botswana, Burundi, der Elfenbeinküste, Kenia, Malawi, Ruanda, Tansania und Simbabwe deutlich zurückgegangen. (tso/AFP)

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