Welt : Wie aus Eimern

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München/Bern/Wien (dpa). Unwetter mit heftigen Regenfällen haben in Teilen Deutschlands und der Schweiz hunderte Straßen und Keller unter Wasser gesetzt. Besonders in Bayern tobten in der Nacht zum Dienstag Gewitter mit massiven Wolkenbrüchen. Im niederbayerischen Passau wurden zwei Männer in einem Auto von einem herabstürzenden Baum verletzt, der 44-jährige Fahrer schwer. Starker Regen sorgte auch in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Sachsen- Anhalt und Sachsen für viele Überschwemmungen und Verkehrsstörungen, wobei mehrere Bundesstraßen gesperrt werden mussten. In einigen Ortschaften Niederbayerns hieß es Land unter: Die Straßen standen bis zu einem Meter unter Wasser. Durch Blitzeinschläge fielen in etlichen Gemeinden Strom oder Telefone aus.

In Sachsen goss es am Mittwoch wie aus Eimern. Bis Donnerstagmittag rechneten die Meteorologen mit Niederschlägen zwischen 40 und 70 Litern pro Quadratmeter. Gebietsweise könnten sogar bis zu 100 Liter Regen pro Quadratmeter niederprasseln. Der DWD gab deshalb am Vormittag eine Unwetterwarnung für den östlichen Freistaat heraus. Verantwortlich für die starken Niederschläge ist das Tief „Claudia“, das weiter warme und feuchte Luft aus dem Süden nach Deutschland bringt.

In der Schweiz und in Österreich waren am Dienstagabend viele Straßen und Bahnlinien überflutet oder durch Erdrutsche unpassierbar geworden. Die Ostschweiz verzeichnete Rekordniederschläge. In St.Gallen etwa fiel 57 Liter Regen pro Quadratmeter, so viel wie sonst in einem ganzen Monat, wie der Rundfunk meldete. Am Dienstagabend musste ein Altenheim in der Stadt mit 24 Einwohnern evakuiert werden.

Nach Zeitungsberichten dürften die Schäden in die Millionen gehen. In Wien mussten etwa 400 U-Bahn-Fahrgäste nach einem Blitzeinschlag während eines heftigen Gewittersturmes für etwa eine Stunde in den Waggons ausharren.

   Stürme in Niederschlesien bescherten der polnischen Feuerwehr in der Nacht Dauereinsätze. Schäden gab es bei Kellerüberflutungen und überschwemmten Straßen. Fünf Gemeinden im Osten Tschechiens befinden sich nach tagelangem Regen im Ausnahmezustand. In diesen südmährischen Kommunen sind zwei Frauen bei Überschwemmungen ertrunken.

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