Welt : Wie schwul darf der Oscar werden? Böse Gerüchte um „Brokeback Mountain“

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Hollywood - In Los Angeles gehen böse Gerüchte um: Mitglieder der Oscar-Akademie sollen sich geweigert haben, den Favoriten „Brokeback Mountain“ anzusehen, weil sie sich von der Liebesgeschichte zwischen zwei Männern abgestoßen fühlen. Homosexualität ist bei den diesjährigen Oscars das große Thema. „Capote“ porträtiert den schwulen Autoren Truman Capote (fünf Nominierungen). Und die Hauptfigur in „Transamerica“ will vom Mann zur Frau werden. US- Schwulen- und Lesbenverbände begrüßten die Nominierungen als „Meilenstein“. Doch es regte sich auch Kritik. „Ist Homosexualität die neue Krankheit der Woche?“, fragte die Kolumnistin Stacy Jenel Smith. Eine Normalisierung gebe es erst, wenn die sexuelle Orientierung von Figuren und Darstellern unwichtig sei. Auch die US-Medien fragen Ledger und Gyllenhall immer wieder, wie es war, einen Mann zu küssen. Aus Angst um weibliche Fans betonen beide ihre Hetero-Orientierung. Ob die Academy „Brokeback Mountain“ also auszeichnet, ist unklar. Insider sehen „L. A. Crash“ als Alternative.

Mit ganz anderen Problemen kämpft derweil Steven Spielberg. In seinem Oscar-nominierten „München“ sieht man Parkuhren, die per SMS aktiviert werden – der Film spielt jedoch 1973, als es noch keine Handys gab. dpa

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