Welt : Wieder Vogelgrippe in Deutschland

Nürnberg - Zum ersten Mal seit knapp einem Jahr ist in Deutschland wieder die Vogelgrippe ausgebrochen. Bei sechs in Nürnberg gefundenen toten Wildvögeln wurde das auch für den Menschen gefährliche H5N1-Virus bestätigt. Dies teilte die Leiterin des Veterinäramts Fürth, Karin Köster, am Sonntag mit. Bei den betroffenen Tieren handelte es sich um fünf Schwäne und eine Gans.

Bei acht weiteren verendeten Vögeln bestehe noch der Verdacht auf das aggressive Virus, die Untersuchungen am Friedrich-Loeffler-Institut auf der Insel Riems (Mecklenburg-Vorpommern) dauerten noch an. Bei drei Vögeln hat sich der Verdacht dagegen nicht bestätigt.

Horst Seehofer (CSU), Bundesminister für Landwirtschaft und Verbraucherschutz, sagte dem „Münchner Merkur“, es gebe keinen Anlass zu Panik oder Hysterie. „Fest steht: Das Virus ist nicht verschwunden, sondern in der Umwelt immer noch präsent. Deshalb ist weiterhin Vorsicht geboten.“ Bayerns Verbraucherschutzminister Werner Schnappauf (CSU) bezeichnete den Ausbruch der Vogelgrippe Ende Juni als ungewöhnlich, da keine Zugvögel unterwegs seien. Bei warmen Temperaturen könne das Virus nur eine Woche überleben, bei kühler Witterung dagegen vier Wochen, sagte er. Für den Menschen bestehe derzeit aber keine Gefahr.

Im Osten Nürnbergs wurde ein Sperrbezirk mit einem Radius von vier Kilometern um die Fundorte eingerichtet. In dem Gebiet müssen Geflügelhalter dafür sorgen, dass sich ihre Tiere in einem abgedeckten Gehege befinden. Hunde und Katzen dürfen im Sperrgebiet nicht frei herumlaufen. dpa

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