Welt : „Wilma“ ist noch nicht vorbei

Der Hurrikan könnte in den USA noch einmal an Land fallen

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Miami Hurrikan „Wilma“ hat im US- Bundesstaat Florida Milliardenschäden angerichtet und mindestens sieben Menschen in den Tod gerissen. Tausende Häuser wurden beschädigt, Bäume niedergewalzt und Stromleitungen zerstört. Mehr als 3,2 Millionen Haushalte und Unternehmen waren ohne Strom. Mehr als 36000 Menschen fanden in Notunterkünften Zuflucht. Viele Flughäfen – darunter der Miami International Airport – waren geschlossen. Floridas Gouverneur Jeb Bush forderte die Menschen auf, so lange wie möglich in ihren Häusern zu bleiben: „Bitte gehen Sie nicht nach draußen, bis der Sturm komplett vorbei ist.“ Präsident George W. Bush erklärte den ganzen Bundesstaat zum Katastrophengebiet.

Nach einem Bericht der britischen BBC starben in der Karibik insgesamt mindestens 17 Menschen. Allein in Mexiko habe „Wilma“ sechs Menschen getötet, auch hier wurden tausende Häuser und Hotels zerstört. Die ersten deutschen Urlauber aus der verwüsteten mexikanischen Karibikregion trafen am Dienstagmittag auf dem Frankfurter Flughafen ein. Die Sondermaschine der Fluggesellschaft Condor war mit 270 Passagieren vom Flughafen Mérida auf der Halbinsel Yukatan gestartet. Der Flughafen in der Touristen-Hochburg Cancún war geschlossen worden. In der Region befanden sich rund 5000 deutsche Touristen. In Cancún und Umgebung sind mindestens 110 Hotels zerstört oder schwer beschädigt worden. Die Aufräumarbeiten und der Wiederaufbau werden vier bis fünf Monate in Anspruch nehmen, berichtete die Zeitung „Diario de Yucatan“ unter Berufung auf Sprecher der Tourismusbranche. Auch in Haiti und in der Dominikanischen Republik gab es heftige Regenfälle infolge des Tropensturms „Alpha“. Zwölf Menschen kamen uns Leben.

Meteorologen befürchteten, dass sich „Wilma“ mit einem anderen tropischen Sturm über dem Atlantik verschmelzen und mit großer Wucht die US-Ostküste im Norden nochmal treffen könnte. dpa

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