Winter in Europa : Schnee, Regen, Sturm, Unfälle

Schnee, heftiger Regen und Sturm haben am Freitag in einigen europäischen Ländern erhebliche Verkehrsbehinderungen, zahlreiche Unfälle und Überschwemmungen verursacht. Mindestens drei Menschen starben.

Athen/London/Genf/Paris - In Griechenland gab es wegen Dauerregens Überschwemmungen und Erdrutsche. Nahe Sparta im Süden der Halbinsel Peloponnes trat der Fluss Evrotas über die Ufer. Eine Frau starb in den Fluten. Wie das staatliche Fernsehen am Freitag weiter berichtete, sind zahlreiche Straßen im Süden des Peloponnes durch Erdrutsche blockiert. In Athen kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen, weil Straßen überflutet waren. Auch Fährverbindungen zu Ägäisinseln waren unterbrochen. Nur die Fähren nach Kreta liefen am Freitag aus Piräus aus. Vielerorts fiel in der Nacht zum Freitag der Strom vorübergehend aus. Stürmischer Wind riss Bäume um, die auf Stromleitungen fielen.

Ein heftiger Sturm mit Regenschauern hat am Freitagmorgen auch in den Niederlanden erhebliche Verkehrsprobleme verursacht. Windböen peitschten mit Geschwindigkeiten von bis zu 110 Kilometern pro Stunde über die Küste. Auf dem größten Flughafen des Landes in Schiphol bei Amsterdam gab es erhebliche Verspätungen. Auf See meldeten viele Schiffe Probleme wegen Sturms.

Starker Schneefall in der Schweiz hat in der Nacht zum Freitag im Kanton Bern zu einem fast einstündigen Stromausfall geführt. Unter der Schneelast seien Bäume umgestürzt und auf Stromleitungen gefallen, teilten die Behörden mit. Im Mittelland und im Raum Genf lagen am frühen Morgen verbreitet bis zu zehn Zentimeter Schnee. Der Wintereinbruch sorgte für zahlreiche Verkehrsunfälle wegen schneebedeckter Fahrbahnen. Die Behörden zählten bis zum Mittag rund 250 Unfälle, wobei es aber zumeist bei Blechschäden oder leichten Verletzungen blieb. Teilweise war auch der Zugverkehr unterbrochen, so etwa zwischen Basel und Zürich. Den Bahnen wurden mehrere Weichenstörungen durch den hohen Schnee oder Vereisung gemeldet. In Bern und Zürich war der öffentliche Nahverkehr behindert. Noch vor wenigen Tagen hatte die Behörden wegen extremer Trockenheit vor Waldbränden gewarnt.

In Frankreich war am Donnerstag nördlich von Besançon ein etwa 40-jähriger Obdachloser in seinem Auto erfroren, der kurz zuvor seine Wohnung hatte aufgeben müssen. Mehr als 4000 Haushalte in Schottland waren am Freitag nach heftigen Schneefällen ohne Strom. Rund 80 Schulen wurden geschlossen, teilten die Behörden mit. Der Wintereinbruch in Schottland und Teilen Nordenglands führte zu Dutzenden von Unfällen, bei denen mindestens ein Mensch getötet wurde. In Wales wurden wegen des Winterwetters 240 Schulen geschlossen. (tso/dpa)

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