Welt : Wintereinbruch: Die Skisaison ist eröffnet

Während Hunderte Skifahrer am Sonnabend die Saison auf der Zugspitze eröffneten, wurde der Westen Österreichs vom ersten heftigen Wintereinbruch überrascht. Nachdem innerhalb kürzester Zeit 20 Zentimeter Neuschnee gefallen waren, mussten Wintersperren erlassen und die Brennerautobahn gesperrt werden. Es schneite stundenlang bis unter 1000 Meter hinab.

Bei dichten Wolken, Schneetreiben und Temperaturen von minus neun Grad herrschte auf Deutschlands höchstem Berg alles andere als winterliches Bilderbuch-Wetter. Dennoch wedelten schon am frühen Vormittag mehrere Hundert Skifahrer und Snowboarder auf den frisch präparierten Pisten am Zugspitzplatt, berichtete eine Sprecherin der Zugspitzbahn. Auf der Zugspitze liegen bereits rund 40 Zentimeter Schnee.

Nachdem zahlreiche Lastwagen, die noch mit Sommerausrüstung unterwegs waren, an den Bergstrecken hängen geblieben waren, musste die Brennerautobahn (A 13) am Samstagmorgen zwischen Matrei und der Passhöhe in beide Richtungen gesperrt werden. Auch auf der Ausweichstrecke, der Brenner-Bundesstraße, war ein Fortkommen praktisch unmöglich, meldeten die Automobilklubs.

Seit Sonnabend ist auch die Wintersperre für zahlreiche hoch gelegenen Strecken in Kraft getreten. So wurde die Großglockner Hochalpenstraße zwischen Fuschl im Bundesland Salzburg und Heiligenblut in Kärnten ebenso bis zum Frühjahr geschlossen wie der Stallersattel zwischen dem Osttiroler Defreggental und Südtirol.

Schon zuvor waren die Nockalmstraße und die Maltatal Hochalmstraße in Kärnten, das Tiroler Timmelsjoch und der Sölkpass in der Steiermark für den Verkehr gesperrt worden. In Italien wurden vier Pässe geschlossen, darunter das Stilfser Joch im Nordwesten der Ortlergruppe.

Das Hoch "Uwe" über den Alpen sorgt für einen trockenen, in weiten Teilen Deutschlands sogar sonnigen Sonntag.

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