"Winterschlaf" : Japaner überlebt 24 Tage im Gebirge

Ein verirrter Japaner hat 24 Tage im Gebirge ohne Essen und Trinken überlebt - weil er ähnlich wie ein Bär eine Art Winterschlaf hielt.

Tokio - Das Abenteuer begann am 7. Oktober, als Mitsutaka Uchikoshi mit Freunden ein Picknick am Berg Rokko in der Nähe von Kobe bestieg. Auf dem Rückweg trennte sich der 35-Jährige von seinen Freunden und fiel von einem Felsen. Er verletzte sich dabei am Rücken und konnte sich nicht mehr bewegen. "Ich lag auf einer Wiese im Sonnenschein und fühlte mich gut, und dann bin ich eingeschlafen", sagte Uchikoshi. "Das ist das letzte, an das ich mich erinnere." Lebensmittel hatte er nicht dabei, außer eine Flasche Barbecue-Soße, die nach seinen Worten pur quasi ungenießbar war.

Als Rettungsmannschaften ihn 24 Tage später fanden, lag die Temperatur von Uchikoshis Körper nur noch bei 22 Grad, wie sein Arzt mitteilte. "Seine Körpertemperatur sank sehr schnell sehr stark ab, ähnlich wie beim Winterschlaf", sagte der Mediziner. Durch den Dämmerzustand und verringerte Herz-Kreislauftätigkeit seien seine Gehirnfunktionen geschützt worden. Uchikoshi ist mittlerweile wieder völlig gesund und nahm am Mittwoch seinen Verwaltungsjob in Nishinomiya wieder auf. (tso/AFP)

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