Winterwetter : Blitzeis legt Verkehr in Niedersachsen lahm

Die Glätte machte vor allem den Autofahrern in Niedersachsen zu schaffen. Mehrere LKW stellten sich quer. Am Frankfurter Flughafen herrscht dagegen wieder nahezu Normalbetrieb

Winterwetter wechselt sich immer wieder mit Tauwetter ab. Doch Der Winter steht aber schon wieder in den Startlöchern.Weitere Bilder anzeigen
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08.03.2013 17:00Winterwetter wechselt sich immer wieder mit Tauwetter ab. Doch Der Winter steht aber schon wieder in den Startlöchern.

Eisregen und Glätte haben am Donnerstagmorgen vor allem in Nord- und Ostdeutschland den Straßenverkehr auf einigen Strecken lahmgelegt. In Niedersachsen gab es vor allem auf den Autobahnen 2 und 39 große Probleme, sagte ein Sprecher der Verkehrsmanagementzentrale. Eine bis zu zwei Zentimeter dicke Eisschicht habe sich auf den Straßen gebildet. „Wer nicht fahren muss, sollte das Auto unbedingt stehenlassen.“

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte am Morgen vor gefrierendem Regen im Osten und Norden gewarnt, im äußersten Norden sollten im Tagesverlauf bis zu zehn Zentimeter Neuschnee fallen.
   Zahlreiche Lastwagen stellten sich in Niedersachsen an Steigungen quer. Lkw-Fahrer wurden gebeten, die nächsten Parkplätze anzufahren oder notfalls auf dem Standstreifen zu stoppen. Die A7 musste nach mehreren Unfällen zwischen Göttingen und Hann.Münden-Hedemünden in Richtung Süden zeitweise voll gesperrt werden.

„Blitzeis“ legte am Morgen auch die Autobahn 24 Berlin-Hamburg lahm, die nach mehreren Unfällen bei Neuruppin zeitweise gesperrt werden musste. In der Nacht hatte Regen in Brandenburg und Berlin zu überfrierender Nässe geführt.

Aus Sachsen-Anhalt wurde verbreitet Blitzeis gemeldet, in einigen Kreisen wurde der Busverkehr eingestellt. Aus Kiel berichtete die Polizei: „Es gab hier über Nacht heftige Schneeverwehungen. Teilweise blieben die Autos stecken.“ Magdeburg meldete am Morgen: „Das mit dem Eis geht jetzt hier los.“ An der Müritz hieß es: „Der Schneeregen hat eingesetzt.“ Und auch aus Anklam im äußersten Nordosten Deutschlands verlautete: „Ordentlich Glätte.“ In Nordrhein-Westfalen und weiter im Süden gab es dagegen nur vereinzelt Probleme durch Glatteis.

Berliner Winterchaos
Pfui Pfütze. Das Schnee-Silvesterböllergemisch taut in diesen warmen Tagen, zurück bleiben Splitt und Müll – und große Wassermengen wie hier vor dem Reichstag.Weitere Bilder anzeigen
1 von 73Foto: Guenter Peters
10.01.2011 14:01Pfui Pfütze. Das Schnee-Silvesterböllergemisch taut in diesen warmen Tagen, zurück bleiben Splitt und Müll – und große...

Frankfurt meldet Normalbetrieb

Nach erheblichen Einschränkungen wegen des winterlichen Wetters in den vergangenen Tagen hat der Frankfurter Flughafen am Donnerstag wieder nahezu den Normalbetrieb erreicht.

Für die am Vormittag bereits 30 ausgefallenen Flüge seien Behinderungen an anderen europäischen Flughäfen verantwortlich, sagte ein Flughafensprecher. Die 20 gestrichenen Landungen und 10 annullierten Starts seien auf die bisher noch beschränkten Kapazitäten beispielsweise an den Flughäfen in Paris und London zurückzuführen. In Frankfurt herrsche indes wieder der „Normalzustand“, fügte der Sprecher hinzu.

Am frühen Dienstagmorgen war der Flughafen wegen heftigen Schneefalls für mehrere Stunden komplett gesperrt worden. Insgesamt fielen an jenem Tag rund 600 Flüge aus, etliche Fluggäste blieben in Frankfurt sitzen. Etwa 5.000 Passagiere hatten die Nacht zum Mittwoch deshalb in Hotels verbracht. (dpa/dapd)

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