Winterwetter in Deutschland : Zahlreiche Verletzte bei Glatteis-Unfällen

Unfälle, Sturmflut, Massenkarambolage: Das Winterwetter stellt vor allem Autofahrer vor Probleme. Vorsicht im Straßenverkehr ist dringend erforderlich.

Massenkarambolage am Mittwochabend auf der Autobahn 10 nahe Schönefeld (Brandenburg)
Massenkarambolage am Mittwochabend auf der Autobahn 10 nahe Schönefeld (Brandenburg)Foto: dpa/Ralf Hirschberger

Glatteis, verschneite Straßen und Sturmflut: Das Winterwetter hat in Deutschland erneut für zahlreiche Unfälle gesorgt. In Bayern verunglückte in der Nacht zum Donnerstag ein 42-Jähriger Lastwagenfahrer auf der Autobahn 71 tödlich, nachdem er auf spiegelglatter Straße die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren hatte, wie die Polizei mitteilte. Er starb noch an der Unfallstelle. Die Autobahn blieb in Fahrtrichtung Schweinfurt bis zum Morgen komplett gesperrt.

Nach einer Massenkarambolage auf der Autobahn 10 in Brandenburg konnte diese erst am frühen Donnerstagmorgen wieder freigegeben werden. Am Mittwochnachmittag waren zwischen den Anschlussstellen Königs Wusterhausen und dem Schönefelder Kreuz acht Lastwagen und fünf Autos zusammengekracht.

Zwei Menschen wurden schwer, zwei weitere leicht verletzt. Ursache war nach Angaben einer Polizeisprecherin in Cottbus womöglich unangepasste Geschwindigkeit. Zum Unfallzeitpunkt gab es heftige Schneeschauer. Wegen der Karambolage bildete sich ein kilometerlanger Rückstau.

In Hamburg sorgte eine Sturmflut erneut für Hochwasser. Der Bereich um den Fischmarkt stand nach Angaben der Polizei unter Wasser - der Höchststand lag in der Nacht bei 2,11 Meter über dem mittleren Wert.

In Niedersachsen wurde ein Auto auf einer Aussichtsplattform in der ostfriesischen Gemeinde Jemgum vom Wasser eingeschlossen. Wegen der Sturmflut war die Zufahrt zur Plattform nicht mehr befahrbar, wie die Feuerwehr in Leer mitteilte.

Der Autofahrer sei aber nicht gefährdet gewesen und hatte Decken dabei, um die Nacht bis zum Einsetzen der Ebbe sicher im Auto zu verbringen. Ein Eingreifen der Feuerwehr sei daher nicht nötig gewesen. (AFP)

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