• Wirbelknochen-Fund in Argentinien deuten auf eine Länge von bis zu 59 Metern hin

Welt : Wirbelknochen-Fund in Argentinien deuten auf eine Länge von bis zu 59 Metern hin

In Argentinien sind Überreste des bisher längsten bekannten Dinosauriers gefunden worden. Der pflanzenfressende Gigant habe vermutlich eine Länge von 48 bis 59 Metern gehabt, sagte Carlos Munoz, Paläontologe und Direktor des Museums Florentino Ameghino der Stadt Cipolletti in der Provinz Rio Negro, am Freitag der dpa. Er hatte damit Ausmaße wie ein Küstenfrachter und dürfte den größten Teil seines Lebens in seichten Gewässern verbracht haben, um nicht unter dem eigenen Gewicht zusammenzubrechen.

Die Ausmaße des urzeitlichen, noch namenlosen Tieres, das vor etwa 105 Millionen Jahren lebte, seien anhand gefundener Wirbelknochen berechnet worden. Der Kopf in etwa 14 Metern Höhe war äußerst klein und der Schwanz sehr lang. Die längsten zuvor bekannten Dinosaurier maßen von Kopf bis Fuß etwa 40 Meter und waren rund 100 Tonnen schwer. Unter ihren gewaltigen Füssen dürfte die Erde gezittert haben.

Wie viel der nun gefundene Dinosaurier wog, könne noch nicht genau gesagt werden, erläuterte Munoz. Sein Fressverhalten sei dem der Vögel ähnlich gewesen. "Zur Verdauung der ungeheuren Massen an Pflanzennahrung fraßen die Tiere auch Kieselsteine, die im Magen der Tiere beim Zermahlen der Nahrung halfen."

Als erste seien Bauern im vergangenen Jahr nahe Cipolletti in der Provinz Rio Negro in der abgelegenen Geierschlucht auf die Knochen gestoßen. Die Identifizierung sei dem jungen Wissenschaftler Sebastian Apesgui gelungen, dem damit auch das Recht der Namensgebung zukomme. Allerdings sei die Bergung der versteinerten Knochen sehr schwierig, da die Sedimente sehr hart seien. "Wir wollen kein Dynamit einsetzen, wie das in einigen anderen Ländern getan wird, sondern die Fundstelle, die Versteinerungen und die Umwelt schonen", sagte Munoz. Es werde mit speziellen Steinsägen gearbeitet.

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