WO ES NOCH HAKT : Klagen in aller Welt

Mit den Querelen um den Baum sind die Belgier nicht allein. In einen Streit im dänischen Kokkedal zwischen christlichen Baumfreunden und weniger davon begeisterten Muslimen musste sich unlängst der dänische Kulturminister einschalten. Noch ist der Ausgang ungewiss. In Ashe County im US-Bundesstaat North Carolina bangen die Baumzüchter um ihr Weihnachtsgeschäft. Nachdem „Sandy“ die Äste eingeschneit hatte, hätten etliche Händler ihre Bestellungen zurückgezogen, berichtet die „Jefferson Post“, die Händler hätten Angst, die Bäume seien beschädigt. Auch in Deutschland steht nicht jeder Baum, wie er soll: Den Dresdnern hängt die Krone auf dem Altmarkt mit 29 Metern nicht hoch genug. Osnabrücker und Oldenburger beschweren sich, weil die öffentliche Hand nicht für die Baumbeleuchtung in der Innenstadt zahlt. Und Frankfurt am Main lässt pünktlich zum Advent den Baumkosmetiker anrücken: Die 100 Jahre alte Tanne für den Platz vor dem Römer war mit abgeknickten Ästen aus Bayern angekommen. Im sachsen-anhaltinischen Weißenfels kam sogar die Polizei. Ein Einwohner hatte der Gemeinde seine Tanne vermacht, doch die Mitarbeiter der Stadt irrten sich im Vorgarten und holzten die falsche Tanne ab. Zur Entschädigung hat die Stadt den Mann nun zum Neujahrskonzert eingeladen und will ihm bald einen neuen Baum in den Vorgarten pflanzen. bpe

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