Welt : Wo kleinen Hilfsprojekten geholfen wird

betterplace.org ist eine Plattform, über die Helfer ohne eigene Bürokratie Spenden sammeln können

Berlin - Die einen organisieren eine Trinkwasseranlage in Uganda, andere wollen Indiovölker am Amazonas schützen. Die Zahl der Projekte, bei der eine kleine Gruppe oder auch nur ein einzelnes Ehepaar irgendwo auf der Welt Hilfe organisiert, ist unüberschaubar. Solche Helfer kommen meist ohne Bürokratie aus und haben im Gegensatz zu dem großen Institutionen keine aufwendige Infrastruktur, um Spenden zu sammeln. Die Internetplattform betterplace.org gibt solchen Projekten Gelegenheit, die eigene Arbeit vorzustellen und gleichzeitig online Spenden zu sammeln. Die Idee ist, Helfer mit Spendern zusammenzubringen. Betterplace wickelt die Spendentransaktionen ab und versendet die Spendenquittungen für das Finanzamt. Damit wird den Helfern eine Menge bürokratische Arbeit abgenommen.

Die Plattform selbst finanziert sich über Spenden sowie Gebühren von Unternehmen, die ihre eigenen Spendenaktionen über die Infrastruktur von Betterplace abwickeln. Zudem kann jeder, der an ein Projekt spendet, einen Zusatzbeitrag an Betterplace leisten. Die für ein Projekt überwiesenen Spenden gehen zu 100 Prozent an die Helfer, die selber nichts für die Dienstleistung zahlen müssen. Betterplace hat mit Banken und Kreditkartenunternehmen vereinbart, dass die jeweiligen Gebühren bei den Zahlungsdienstleistern entfallen.

Mehr als drei Millionen Euro Spenden wurden in diesem Jahr an mehr als 3000 Projekte in aller Welt weitergeleitet, sagt Till Behnke, Sprecher der Organisation.

Zum Weihnachtsfest sammelt Betterplace auch Geld für sich selbst und hat das Unternehmen Payback dafür gewonnen, auf jeden bis Heiligabend gespendeten Euro den gleichen Betrag draufzulegen. Das Geld soll dazu verwendet werden, die eigene Infrastruktur auszubauen.

Für kleine Hilfsorganisationen ist das sogenannte DZI-Siegel, das die Seriosität, belegt, zu teuer. Der Gedanke bei Betterplace, ist, dass die einzelnen Projekte der öffentlichen Beurteilung ausgesetzt sind und damit eine Transparenz hergestellt wird. Jeder, der etwas über eine Hilfsorganisation zu sagen hat, kann dies auf der Plattform tun, kann loben, kritisieren oder warnen. Die Helfer sind darauf angewiesen, dass andere ihre Arbeit positiv beurteilen. os

www.betterplace.org, Onlinespenden: www.100jahrebetterplace.org

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben