Welt : Wolf Schneiders neue Straßenverkehrsordnung

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Stuttgart (dpa). Der Journalist und Sprachkritiker Wolf Schneider hat im Auftrag des Auto Clubs Europa (ACE) Stuttgart die Straßenverkehrsordnung überarbeitet, ohne den Inhalt der fast 32 Jahre alten Verordnung zu verändern. So ersetzte er zum Beispiel das Wort „Fahrtrichtungsanzeiger“ durch „Blinker“, gliederte den Vorschriftenkatalog neu und strich einige Passagen. Schneider, der auf der spanischen Ferieninsel Mallorca lebt, schrieb das Regelwerk innerhalb von vier Wochen um. Die Idee zu der Überarbeitung geht auf eine Initiative des Bundesverkehrsministeriums zurück. Ende November will das Verkehrsministerium über seine Version und andere Stellungnahmen beraten. Nach Ansicht des ACE entfernt sich die Sprache der Verordnung vom „automobilen Volk“ schneller „als die Polizei erlaubt“. Es sei wichtig gewesen zu zeigen, dass ein solches Regelwerk auch kürzer, schlüssiger und verständlicher sein könne. So sei besser von „Ampel“, „Hupe“ und „Zebrastreifen“ die Rede - statt von „Wechsellichtzeichen“, „Schallzeichen“ oder „Fußgängerüberweg“.

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