Welt : Wollte Sarkozy seine Ex-Frau zurückhaben?

Kurz vor der Hochzeit mit Carla Bruni soll Nicolas Sarkozy seiner Ex-Frau Cécilia geschrieben haben. Jetzt droht er auch noch dem Kabinett.

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Das französische Präsident Nicolas und seine Ex-Frau Cécilia. -Foto: dpa

Paris - Der Rummel um Nicolas Sarkozys Privatleben geht erst richtig los. Der „Nouvel Observateur“ berichtet, in Wahrheit hänge Sarkozy noch immer an seiner Ex-Frau Cécilia. Und mehrere Bücher berichten jetzt über die wilde Vergangenheit der neuen First Lady Carla Bruni.

Unter anderem soll Bruni einer Freundin über den US-Milliardär Donald Trump gesagt haben: „Er dachte, er hätte mich sicher wegen seiner Dollars, aber da hat er sich geschnitten. Sein Geld hat mich nie interessiert. Ich will einen Mann, der über die Atombombe entscheidet.“ Das zitiert die französische Journalistin Christine Richard in ihrem Buch „Carla Bruni“. Bruni, die Unbezähmbare, die eigentlich nichts von festen Beziehungen und schon gar nichts von der Ehe hält, sagte dennoch Ja zu Sarkozy – wohl unter gehörigem Druck, wie Richard schreibt. Schon ganz kurz nach dem Kennenlernen habe der Präsident ihr gesagt, dass er wegen der Liebschaft bis zum Hals im „protokollarischen Schlamassel“ stecke. „Ich muss unbedingt bis 31. Dezember wissen, ob wir heiraten oder nicht. Du hast drei Wochen Zeit zum Nachdenken.“ Zu diesem Zeitpunkt war Sarkozy noch keine zwei Monate von seiner zweiten Frau Cécilia getrennt. Die 50-Jährige hatte sich im Oktober von ihm scheiden lassen. Seit der Scheidung habe der Präsident seine Ex-Frau bei so ziemlich jeder Gelegenheit provoziert, berichtete der „Nouvel Observateur“. Zunächst schenkte Sarkozy seiner neuen Freundin den gleichen sündhaft teuren Ring, den er schon einmal für Cécilia gekauft hatte – und zwar absichtlich, wie es in Richards Buch heißt. Dann reiste der Präsident mit Bruni nach Jordanien und zeigte sich mit der 13 Jahre Jüngeren turtelnd vor den Kameras, ausgerechnet an jenem Ort, an den sich seine Frau Cécilia vor gut zwei Jahren mit ihrem Liebhaber Richard Attias zurückgezogen hatte.

Das alles habe er getan, um sich zu rächen. Und weil er Cécilia bis zuletzt zurückhaben wollte. „Wenn du zurückkommst, sage ich alles ab“, soll der Staatschef ihr eine Woche vor der Hochzeit geschrieben haben. Auf dieses Angebot habe Cécilia nicht einmal reagiert – kein Wunder dem Magazin zufolge: Schließlich wolle sie im März Attias heiraten. Die Sentimentalität ihres Mannes wiederum wird Carla Bruni nicht gerne sehen. „Carla hasst es zu verlieren“, sagte der französische Staranwalt Arno Klarsfeld, mit dem Bruni 1995 eine Affäre hatte.

Angesichts wachsender Kritik in den eigenen Reihen versucht Sarkozy sein aus Politikern verschiedener Parteien bestehendes Regierungsbündnis mit Druck und organisatorischen Mitteln zu festigen. Nach den als Stimmungsbarometer geltenden Kommunalwahlen im März wird eine Regierungsumbildung erwartet. „Ich höre, ich lese, ich bekomme alles mit, was gesagt wird“, warnte Sarkozy seine Kollegen im Kabinett, wie der regierungsnahe „Figaro“ schreibt. „Nach den Kommunalwahlen werde ich kaltblütig die sich aufdrängenden Entscheidungen fällen.“ Kein Minister habe gewagt, darauf zu reagieren. AFP/dpa

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