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Wuppertal: Chemieunfall bei Bayer: 23 Verletzte

Giftiges Ammoniak ist auf dem Gelände des Chemieunternehmens Bayer in Wuppertal ausgetreten und hat 23 Menschen verletzt. Sturmtief "Kirsten" sorgte dafür, dass sich der Giftstoff verhältnismäßig schnell verflüchtigte.

Wie die Feuerwehr mitteilte, mussten die betroffenen Bayer-Beschäftigten und Stadtwerke-Mitarbeiter vorübergehend in ärztliche Behandlung, unter anderem mit Atemwegreizungen. Sie hatten den Giftstoff berührt oder eingeatmet. Am Morgen waren die Behörden noch von 14 Verletzten ausgegangen. Vor rund einem Jahrzehnt hatte ein Störfall bei Bayer in Wuppertal bundesweit Schlagzeilen gemacht: Durch eine Explosion und ein Feuer waren im Juni 1999 mehr als 100 Menschen verletzt worden.

Sturmtief "Kirsten" trug dazu bei, dass sich der Giftstoff am Mittwoch verhältnismäßig schnell verflüchtigte. "Die Wetterlage hat uns in die Hände gespielt", sagte ein Feuerwehrsprecher. Sicherheitshalber war der Verkehr der Schwebebahn kurzzeitig eingestellt worden. Nach rund vierstündigen Reparaturarbeiten hatte sich die Lage am Mittag wieder völlig normalisiert. Luftmessungen hätten keine bedenklichen Ammoniakkonzentrationen mehr ergeben, teilte Bayer mit. Etwa 80 Feuerwehrleute waren im Einsatz.

Bei Reparaturarbeiten war das Gas aus einer undichten Leitung entwichen. Der Schieber der defekten Anlage konnte laut Feuerwehr bereits nach einer halben Stunde geschlossen werden. Die Ammoniakwolke sei dann mit Wassernebel eingedämmt worden, hieß es. Die Feuerwehr hatte die Bevölkerung gewarnt, sich nicht im Freien aufzuhalten. Mehrere Löschzüge und Spezialfahrzeuge für Chemieunfälle waren im Einsatz. Ammoniak ist ein giftiges, stechend riechendes Gas, das Augen und Atemwege reizen kann. (nal/dpa)

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