Welt : Zeitungen verlieren weiter Leser Und gewinnen Nutzer durch Online-Angebote

In Deutschland lesen immer weniger Menschen Zeitung, vor allem der Nachwuchs informiert sich zunehmend im Internet über das Weltgeschehen. Rund 46,8 Millionen Menschen greifen täglich zu einer Zeitung, wie aus der am Mittwoch in Frankfurt veröffentlichten Media-Analyse Presse hervorgeht. Grund für den Rückgang sei vor allem die zunehmende Beliebtheit von Online-Auftritten. „Vor allem junge Menschen nutzen unsere Angebote im Internet weiter“, sagte Gerhard Müller von der Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse (ag.ma). Bei den Zeitschriften bleibt in der Summe alles beim Alten. Laut ag.ma lesen 92,7 Prozent der deutschsprachigen Bevölkerung Magazine, das entspricht 65,2 Millionen Lesern. Populäre Titel wie der „Focus“ (5,01 Millionen, minus 80 000), der „Stern“ (7,93 Millionen, minus 30 000) mussten Federn lassen. Der „Spiegel“ legt leicht zu um 20 000 auf 6,35 Millionen Leser. Populärste Zeitung bleibt die „Bild“-Zeitung mit 12,3 Millionen Lesern, 170 000 mehr als bei der jüngsten Umfrage. Zugewinne verbucht bei überregionalen Abo-Blättern die „Süddeutsche Zeitung“, die jetzt 1,48 Millionen Leser (plus 70 000) hat. Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ erreicht 940 000 Leser, ein Rückgang von 20 000. Ebenfalls gesunken ist die Zahl der Leser der „Frankfurter Rundschau“ sowie der beiden Wirtschaftstitel „Handelsblatt“ und „Financial Times Deutschland“. dpa

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