Welt : Zeugen belasten Stadt Reichenhall

Traunstein - Kurz vor dem Einsturz der Eissporthalle in Bad Reichenhall mit 15 Todesopfern war den Verantwortlichen die Gefahr offenbar bekannt. Vor dem Landgericht Traunstein, das die Katastrophe vom 2. Januar 2006 juristisch aufarbeitet, sagte der Vorsitzende des örtlichen Eishockey-Vereins am Donnerstag: „Das Wort Einsturzgefahr ist gefallen.“

Er sei eine halbe Stunde vor dem Einsturz der Halle telefonisch informiert worden, dass das Training am Abend ausfallen müsse, weil die Halle aus Sicherheitsgründen geschlossen werde. Im bayerischen Traunstein müssen sich seit Ende Januar drei Ingenieure und Architekten wegen fahrlässiger Tötung vor Gericht verantworten.

Zwar wollte sich der heute 43-jährige Vereinschef bei seiner Zeugenvernehmung nicht mehr an alle Details des Telefonates erinnern, war sich aber doch sicher, dass von einer Einsturzgefahr die Rede gewesen sei. Zudem sagte er aus, der damalige Oberbürgermeister Wolfgang Heitmeier habe von ständigen Wassereinbrüchen in dem Gebäude gewusst.

Der Prozess wird am kommenden Dienstag fortgesetzt. dpa

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