Welt : Zirkusdirektor mit Elefant auf der Flucht

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(dpa). Die Dessauer Polizei fahndet bundesweit nach einem Zirkusdirektor und der Elefantendame „Kenia“. Dem Zirkuschef werde Tierquälerei vorgeworfen, hieß es. Er sei nach der Einschläferung einer anderen Elefantenkuh namens „Rani“ in Sachsen Anhalt mit dem zweiten Tier geflohen, teilte die Tierschutzorganisation Animal Public am Mittwoch mit. „Kenia“ sollte beschlagnahmt und in ein anderes Quartier gebracht werden. Der Zirkuschef sei darüber vom Veterinäramt schriftlich informiert worden, sagte ein Sprecher der Polizei. Daraufhin habe er das in einer früheren Schweinemastanlage eingerichtete Quartier verlassen. Die Polizei ist sich sicher, den Zirkusdirektor und „Kenia“ bald zu finden: „Elefanten versteckt man nicht so einfach, es sind mehrere Adressen im Gespräch“, sagte der Sprecher. Tierschützer von Animal Public hatten die beiden Elefanten zu Jahresanfang in Göritz (Sachsen-Anhalt) aufgespürt. „Rani“ hatte sich im vergangenen Juni bei einem Sturz ein Bein gebrochen. Das Tier wurde zunächst in einer Berliner Spezialklinik gepflegt. Zurück im Zirkus verschlechterte sich der Zustand der 22 Jahre alten Elefantenkuh, bis sie schließlich im Januar eingeschläfert wurde. Animal Public erhob daraufhin schwere Vorwürfe. Nach Meinung der Tierschützer hätte das Tier gerettet werden können. Gegen den Zirkusdirektor und den Amtstierarzt wurde Anzeige wegen Tierquälerei erstattet. Die Justiz ermittelt.

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