Welt : Zuerst die Vögel, dann die Fische

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Rohöl besteht aus hochgiftigen Kohlenwasserstoffen , die sich relativ schnell verflüchtigen, sowie widerstandsfähigen Teersubstanzen. Wenn ein Ölteppich auf dem Wasser schwimmt, sind die Seevögel und Meeressäuger die ersten Opfer, sagt Professor Reinhold Hanel vom Kieler LeibnizInstitut für Meereswissenschaften.

Die Vögel sind gleich doppelt betroffen. Der Teer verklebt ihr Gefieder und macht sie flugunfähig. Beim Versuch, es mit dem Schnabel zu entfernen, vergiften sie sich an den Kohlenwasserstoffverbindungen. Schließlich erfrieren die Vögel, weil ihre natürliche Wärmedämmung nicht mehr funktioniert. Je kälter es ist, desto länger dauert es, bis sich die Kohlenwasserstoffe verflüchtigt haben. Wenn die Ölteppiche dann abzusinken beginnen, kommen auch die Fische in Kontakt mit dem Kohlenwasserstoff, der sich zum Teil in ihren Körpern einlagert und so in die Nahrungskette gelangt, was erhebliche Langzeitwirkungen auch auf die Fischerei hat. Der Teer wird schließlich teilweise durch den Wellengang ans Ufer gespült, der Rest sinkt auf den Meeresboden und führt dort zu einem Absterben allen Lebens . du-

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