Welt : Zugunglück: 32 Verletzte in Herbechtingen bei Ulm

Mindestens 32 Menschen sind am Donnerstagmorgen bei einem Zugunglück im Bahnhof von Herbechtingen nahe Ulm verletzt worden. Fünf davon erlitten nach Angaben des Bundesgrenzschutzes (BGS) schwere Verletzungen. Ein Stadtexpress war am Morgen in dem württembergischen Bahnhof auf einen Güterzug aufgefahren. Mehrere Wagen des Regionalzuges sprangen aus den Gleisen. "Der vordere Teil des Zuges ist total zerstört", sagte BGS-Sprecher Alexander Wietstock am Unfallort. Die Unfallursache war zunächst unklar.

Ein Passagier des Zuges wurde in dem Wrack eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden. Er erlitt schwere Verletzungen. Bis zum Eintreffen der Rettungswagen versorgten Helfer die Opfer zunächst im Bahnhof von Herbrechtingen. 24 Menschen wurden anschließend in die Krankenhäuser der Umgebung gefahren, acht konnten ambulant versorgt werden. Der Bahnhof wurde vollständig gesperrt. Die Höhe des Schadens steht noch nicht fest.

Der Unglückszug war auf dem Weg von Ulm nach Ellwangen. Die Zugstrecke zwischen Giengen an der Brenz und Heidenheim blieb nach Angaben der Deutschen Bahn zunächst für den gesamten Zugverkehr gesperrt. Erst vor rund vier Wochen hatte sich im Raum Ulm ein schweres Zugunglück mit zwei Toten und 19 Verletzten ereignet. Dabei hatte ein Regionalzug an einem Bahnübergang in Ehingen einen Müllwagen erfasst.

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