Welt : Zugunglück in Argentinien: Fast 50 Tote

Buenos Aires - Beim schwersten Zugunglück seit mehr als 30 Jahren in Argentinien sind am Mittwoch mindestens 49 Menschen ums Leben gekommen. Wie Polizeisprecher Néstor Rodríguez mitteilte, ist auch ein Minderjähriger unter den Toten. Mehr als 600 Menschen wurden den Behörden zufolge verletzt.

Der vollbesetzte Nahverkehrszug war im Vorortbahnhof Once, einer wichtigen Station für die Hauptstadt Buenos Aires, am Morgen um etwa 8.30 Uhr (Ortszeit) mit 26 Stundenkilometern auf einen Prellbock des Kopfbahnhofs aufgefahren. Der zweite Zugteil bohrte sich in den ersten Waggon. Durch den Aufprall seien Insassen in die Luft geschleudert worden, sagte ein Passagier. „Auf dem Boden lagen blutende Verletze.“ Weil sich die Zugteile ineinander verkeilten, waren Dutzende Passagiere eingeschlossen. Nach Einschätzung der Behörden dürften fehlerhafte Bremsen die Ursache für das Unglück gewesen sein.

Die Zuglinie verbindet Buenos Aires mit den westlichen Vororten der Metropole und wird jeden Monat von rund 10 Millionen Pendlern genutzt. Züge in dem südamerikanischen Land sind häufig in einem schlechten Zustand und überfüllt. Sie werden von privaten Unternehmen betrieben, die aber staatliche Subventionen erhalten. rtr/AFP/dpa

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