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Zugunglück nahe Santiago de Compostela : Lokführer angeklagt

Bisher gibt es noch keine Aussage des spanischen Lokführers, der den Unglückszugs fuhr. Er ist aber mittlerweile aus dem Krankenhaus entlassen worden und formell angeklagt worden. Der Vorwurf: Fahrlässige Tötung. Bis Sonntagabend soll er der Justiz überstellt werden.

Fahrlässige Tötung? Bei dem Zugunglück starben Dutzende Menschen. Foto: dpa
Fahrlässige Tötung? Bei dem Zugunglück starben Dutzende Menschen.Foto: dpa

Der Lokführer des Unglückszuges von Galicien ist in Spanien der fahrlässigen Tötung angeklagt worden. Der 52-jährige Francisco José G. sei am Samstag aus dem Krankenhaus entlassen und auf die Hauptpolizeiwache im Unglücksort Santiago de Compostela gebracht worden, teilte Innenminister Jorge Fernández Díaz auf einer Pressekonferenz in Santiago weiter mit. G. solle bis Sonntagabend der Justiz überstellt werden, fügte der Minister an.

Schweres Zugunglück im Nordwesten Spaniens
80 Menschen kamen bei dem Zugunglück vier Kilometer vor der berühmten spanischen Pilgerstadt Santiago de Compostela ums Leben. Noch immer schweben einige Insassen in Lebensgefahr, darunter auch Kinder. Dieses Mädchen wurde von einem Feuerwehrmann nach dem Unglück in Sicherheit gebacht. Foto: AFPWeitere Bilder anzeigen
1 von 17Foto: AFP
25.07.2013 23:0180 Menschen kamen bei dem Zugunglück vier Kilometer vor der berühmten spanischen Pilgerstadt Santiago de Compostela ums Leben....

Nach bisherigen Erkenntnissen fuhr der Lokführer am Mittwochabend wenige Kilometer vor der Einfahrt in den Bahnhof von Santiago seinen Zug in einer Tempo-80-Zone aus noch unbekannten Gründen mit 190 Kilometern pro Stunde in die Katastrophe. Nach Angaben der Behörden wurden beim Unfall 78 Menschen getötet und 178 verletzt, einige von ihnen schwer.

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