Welt : Zum Höhepunkt ein Hotel gesprengt

Den größten Silvesterkracher gab es in Las Vegas New York/Tokio (AP/dpa).Der größte Silvesterknaller ist in der Nacht zum Mittwoch in Las Vegas gezündet worden: 400.000 Menschen schauten der Sprengung eines ausgedienten Hotels mitten in dem Spielerparadies zu.In der übrigen Welt feierten die Menschen mit ausgelassener Freude den Beginn des neuen Jahres.Während grimmiger Frost in Europa die Partybesucher schnell wieder in die Häuser trieb, tanzten die Massen in Rio de Janeiro an den Stränden der Copacabana.Aus vielen Ländern wurden Tote und Verletzte gemeldet. Die Zerstörung des elfstöckigen Hacienda-Hotels auf dem Las-Vegas-Strip war ein extravaganter Versuch, die alljährliche gigantische Lichtshow in New York zu überbieten.Mehr als 2000 Sprengsätze bliesen in einer Serie von Explosionen zunächst die Fenster aus dem Gebäude, bevor es planmäßig in sich zusammenfiel.Die Zuschauer flüchteten vor umherfliegenden Trümmern aus dem 45 Meter großen Feuerball.Erst nach 15 Minuten gab eine Staubwolke den Blick frei auf den neun Meter hohen Trümmerberg. In New York, wo zum Jahreswechsel der Times Square wieder der hellste Ort der Erde sein wollte, strahlten Laser und gewaltige Scheinwerfer mit der Lichtstärke von zwei Milliarden Kerzen.Die 88jährige Oseola McCarthy aus Hattiesburg im US-Staat Mississippi, die eigenen Angaben zufolge noch nie in ihrem Leben bis Mitternacht aufgeblieben war, half Bürgermeister Rudolph Giuliani vor rund 500.000 Zuschauern eine Minute vor Ablauf des alten Jahres beim Start des vom Fernsehen übertragenen Spektakels aus Licht, Ballons und Konfetti. Bei arktischen Temperaturen haben die Deutschen das neue Jahr kurz aber heftig begrüßt: In Rekordzeit schossen sie um Mitternacht trotz aller Sparzwänge ein rund 150 Millionen Mark teures Feuerwerk in den nächtlichen Himmel."Es hat ja draußen keiner länger ausgehalten", sagte ein Polizeisprecher in Chemnitz.Die Freude über das farbenprächtige Spektakel war jedoch nicht überall unbetrübt: Leichtsinn im Umgang mit Raketen und Böllern war die häufigste Ursache der vielen Unglücksfälle und Brände in der Silvesternacht. Vor allem viele Kinder und Jugendliche wurden beim unsachgemäßen Hantieren mit Feuerwerkskörpern verletzt - allein in Hamburg zählten die Rettungsdienste 32 Fälle.In Sachsen-Anhalt wurde ein 17jähriger durch einen offenbar selbstgebastelten Feuerwerkskörper verletzt.In Duisburg-Homberg erlitt ein 74jähriger einen Herzanfall, nachdem ihn ein Feuerwerkskörper im Rücken getroffen hatte.In Hamburg-Hamm wurden sechs Menschen verletzt, nachdem vermutlich ein ganzer Vorrat an Böllern und Raketen in die Luft geflogen war.In Koblenz richtete eine Handgranaten-Explosion einen Schaden von rund 50.000 Mark an. Ohne Feuerwerk feierten diesmal Tausende auf den Champs-Elysees in Paris den Jahreswechsel.Nach dem Bombenanschlag auf die U-Bahn Anfang Dezember hatten die Behörden aus Sicherheitsgründen das Abbrennen von Raketen und Knallkörpern in der Stadt verboten.In London hätte der ehrwürdige Big Ben die Glockenschläge an Mitternacht fast verpaßt.Die Kälte legte nach einem Bericht des Senders BBC den Mechanismus lahm.Mehrere Mechaniker arbeiteten fieberhaft an der Reparatur und ermöglichten den traditionellen Glockenklang aus dem Turm des Parlamentsgebäudes zur exakten Zeit. Mehr als eine Million Japaner strömten in den riesigen Meiji-Schrein in Tokio.Traditionell beten die Menschen in den ersten drei Tagen des neuen Jahres in den buddhistischen Tempeln und Schreinen der Shintoreligion.Für die Japaner begann 1997 das Jahr des Ochsen. In Neuseeland lieferten sich rund 3000 trunkene Randalierer eine Schlacht mit der Polizei.In dem Ferienort Whangamata, rund 100 Kilometer südöstlich von Auckland, nahm die Polizei aus der Menge etwa 100 Menschen fest, die am Ende der Neujahrsfeiern mit Flaschen und Steinen auf die Beamten warfen.

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