• Zuviel Sex und Erotik: Russlands Polizei verfolgt "Bienentanz" von Schülerinnen

Zuviel Sex und Erotik : Russlands Polizei verfolgt "Bienentanz" von Schülerinnen

Russische Schülerinnen in Bienenkostümen haben einen Tanz aufgeführt mit dem Titel „Bienen und der Bär Winnie Puuh“. Die russische Staatsanwaltschaft, die Polizei und der Kinderschutzbeauftragte ermitteln, weil sie "obszöne Gesten" gesehen haben wollen. Sehen Sie hier das Video und beurteilen Sie selbst.

Der Bienentanz der russischen Schülerinnen. Sie wackeln dabei wie Bienen mit ihrem Hinterteil.
Der Bienentanz der russischen Schülerinnen. Sie wackeln dabei wie Bienen mit ihrem Hinterteil.Foto: Screenshot

Ein Tanz von Schülerinnen in Bienenkostümen hat Empörung in Russland ausgelöst. Als „vulgär und beleidigend“ bezeichnete der Kinderschutzbeauftragte Pawel Astachow die anstößige Darbietung einer Tanzschule in Orenburg rund 1200 Kilometer südöstlich von Moskau am Dienstag. Ein Video der Nummer erhielt im Internet innerhalb von zwei Tagen mehr als vier Millionen Klicks. (Wenn Sie das Video sehen möchten, klicken Sie hier.)
Die russische Ermittlungsbehörde, die sich sonst um die Aufklärung schwerer Verbrechen kümmert, schaltete sich ein, weil an dem Tanz „Bienen und (der Bär) Winnie Puuh“ Minderjährige teilgenommen hatten.
Es werde geprüft, ob die Tanzschule mit der Verbreitung des Videos gegen ein Gesetz verstoßen habe, sagte ein Behördensprecher der Agentur Interfax. Auch die Staatsanwaltschaft in Orenburg nahm Ermittlungen auf. Die Tanzschule wurde vorübergehend geschlossen.
Juristisch sei der Tanz schwer einzuordnen, aber moralisch sei er eine Beleidigung, kritisierte Astachow beim Kurznachrichtendienst Twitter. Den Schöpfer der anzüglichen Aufführung nannte er ein „Schwein“. Bei ihrem Tanz tragen die Mädchen hautenge Bodys und lassen am Ende noch ihre Röckchen fallen. Sie tragen einen Badeanzug im Bienendesign und wackeln wie Bienen mit ihrem Hinterteil. Was die Männer von Polizei und Staatsanwaltschaft darin sehen, sagt mehr über sie aus als über den Tanz.


Die Leiterin der Schule, Viktoria Jakowenko, bezeichnete die Vorwürfe als absurd. Die Gruppe habe im Twerking-Stil getanzt, der in Russland kaum bekannt, international jedoch im Musikgeschäft populär sei.
Kritiker werfen der Mädchengruppe „obszöne Gesten“ ausgerechnet in schwarz-orangenen Kostümen vor - den Farben des Georgsbandes, dem Symbol für den Triumph über den Faschismus 1945. Dies sei eine Verhöhnung des Sieges über den Nationalsozialismus vor 70 Jahren.
Russische Behörden sind beim Umgang mit Symbolen für den Sieg im Zweiten Weltkrieg kompromisslos. So waren drei Russen, die in Stawropol mit einer Sexpuppe vor einem Weltkriegsmahnmal posiert hatten, 2013 zu je vier Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden. (dpa)

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