Welt : Zwei Rottweiler töten Sechsjährigen

Zwei Rottweiler haben am Donnerstag bei Hornbach in Rheinland-Pfalz einen sechs Jahre alten Jungen tot gebissen. Das Kind war mit einer Bekannten und den beiden Hunden im Wald spazieren gegangen, berichtete die Polizei in Pirmasens. Beim Spiel sei der Junge gestürzt. Dann habe die frei laufende Hündin ihn sofort gebissen. Der angeleinte Rüde habe sich aus dem Halsband gewunden und gemeinsam mit der Hündin das Kind getötet. Die beiden Tiere stammen aus dem selben Wurf und sind erst acht Monate alt. Der Sechsjährige kannte beide Hunde.

Die 37 Jahre alte Frau konnte nach ersten Angaben nicht mehr eingreifen. Der herbei gerufene Notarzt stellte nur noch den Tod des Kindes fest. Die Staatsanwaltschaft Zweibrücken hat die Ermittlungen aufgenommen und eine Obduktion der Leiche angeordnet. Die beiden Tiere seien sicher gestellt, aber noch nicht getötet worden, berichtete die Polizei.

In Rheinland-Pfalz zählen Rottweiler nicht automatisch zu den gefährlichen Hunden, deren Haltung nur unter scharfen Auflagen erlaubt ist. Erst bei erwiesenem Fehlverhalten - etwa nach Beißattacken, Hetzen von Wild oder dem aggressiven Anspringen von Menschen - werden sie in diese Kategorie eingestuft. Diese Bestimmung ist vom Trierer Verwaltungsgericht bereits bestätigt worden, das einem Mann die weitere Haltung seines Tieres untersagte. In Bayern gelten Rottweiler hingegen als gefährliche Kampfhunde.

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