Welt : Zwei Tote bei Busunfällen

Geisterfahrer stirbt bei Frontalaufprall.

Chancenlos. Vom Kleinwagen des Opfers blieb nur ein Trümmerhaufen. Foto: dpa
Chancenlos. Vom Kleinwagen des Opfers blieb nur ein Trümmerhaufen. Foto: dpaFoto: dpa

Weil am Rhein/Essen/Ingolstadt - Bei zwei schweren Unfällen mit Reisebussen sind in der Nacht zu Samstag und am Samstagmorgen zwei Menschen getötet worden. Auf der A5 stieß ein Geisterfahrer frontal mit einem mit Schülern voll besetzten Reisebus zusammen. Der 32 Jahre alte Geisterfahrer kam bei dem Aufprall nahe Weil am Rhein in Südbaden ums Leben, wie die Polizei am Samstag in Lörrach mitteilte. Er war allein in dem Kleinwagen. In dem Bus, in dem eine Essener Berufsschulklasse auf dem Weg nach Hause war, wurden der 49-jährige Fahrer und ein Schüler leicht verletzt. Die gut 60 Schüler sowie ihr Begleiter waren auf der Heimreise von einem Urlaub in Italien, wie die Polizei weiter berichtete. Ein Großteil habe zum Unfallzeitpunkt vor vier Uhr am Samstagmorgen geschlafen. Sie wurden an eine Raststätte gebracht und betreut. „Wir sind froh, dass nicht mehr passiert ist“, sagte ein Polizeisprecher. „Der Bus hätte ja auch in Flammen aufgehen können.“ Die A5 war in nördlicher Richtung für mehrere Stunden voll gesperrt.

In Oberbayern starb bei einem weiteren schweren Unfall eine 37-jährige Frau in einem Bus aus Polen, der Jugendliche nach Frankreich bringen sollte. Drei Menschen wurden schwer verletzt, 32 leicht, wie die Polizei mitteilte. Der mit etwa 45 Jugendlichen im Alter zwischen 15 und 17 Jahren besetzte Bus war am frühen Samstagmorgen auf der A9 nahe Ingolstadt unterwegs. Bei einem Überholvorgang kam er von der Fahrbahn ab, rutschte eine Böschung hinab und fiel auf die Seite. Die Begleiterin starb noch an der Unglücksstelle. Die Schwerverletzten wurden mit Hubschraubern in umliegende Kliniken gebracht.

Die meisten Jugendlichen konnten sich selbst aus dem Wrack befreien. Die Bergung dauerte jedoch viele Stunden. Sie sollten am Abend mit einem Charterflug nach Breslau zurückfliegen, andere wurden von Angehörigen in Deutschland abgeholt. Die A9 Richtung München war mehrere Stunden gesperrt. Mehr als 200 Rettungskräfte, Feuerwehrleute und Polizisten waren im Einsatz. Der Bus wurde sichergestellt.dpa

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