Welt : Zwei Tote bei Schweizer Zugunglück

Bei einem Zugunglück auf dem Gelände des internationalen Bahnhofs in Chiasso sind am Donnerstagabend zwei italienische Lokomotivführer getötet worden. Sieben Menschen wurden verletzt, einige von ihnen schwer. Ein aus Italien kommender Güterzug war mit einer langsam fahrenden Lokomotive zusammen gestoßen. Vermutlich hatte der Lokführer ein Haltesignal überfahren. Fünf Waggons des Güterzuges entgleisten und zerstörten ein Dienstgebäude der Schweizerischen Bundesbahnen, in dem vier SBB-Mitarbeiter waren.

Unglücksursache war nach Einschätzung der italienischen Behörden vermutlich, dass der Lokführer des von Süden kommenden Güterzugs ein rotes Haltesignal missachtete. Daneben wird noch geklärt, ob auch Bremsprobleme das Unglück ausgelöst haben könnten. Der Güterzug fuhr auf einem falschen Gleis und offenbar zu schnell in den Bahnhof von Chiasso ein. Die Gotthard-Eisenbahnlinie wird für mehrere Tage für den Zugverkehr gesperrt bleiben. Reisende werden mit Bussen transportiert.

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