Welt : Zwei Tote bei Unwettern in Spanien

Tornado reißt Strommasten um und deckt Hausdächer ab

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Madrid (dpa). Bei schweren Unwettern in Spanien sind am Freitag zwei Menschen ums Leben gekommen. Vor der Küste der Ferieninsel Mallorca ertrank ein Mann beim Kentern seines Bootes, nahe Jaén im Süden des Landes starb eine 25 Jahre alte Autofahrerin, die in ihrem Wagen von Wassermassen mitgerissen worden war, wie die Behörden mitteilten. Heftige Regenfälle setzten in Mallorcas Hauptstadt Palma Straßen, Keller und Tunnel unter Wasser. In nur zehn Minuten seien 23 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen, hieß es beim Wetteramt.

Ein Sturm mit Windgeschwindigkeiten bis zu 100 Stundenkilometern habe zudem Bäume entwurzelt, Straßenschilder umgeworfen und Fensterscheiben zerspringen lassen. In Calviá seien mehrere Menschen durch umherfliegende Glassplitter leicht verletzt worden.

Im Ferienort Denia an der ostspanischen Costa Blanca richtete ein Tornado schwere Schäden an. Zahlreiche Bäume seien entwurzelt, Strommasten umgerissen und Dächer abgedeckt worden, teilten die Notdienste mit. Ein Mann sei leicht verletzt worden, als sein Wagen wegen des starken Windes von der Straße abkam. Der Tornado habe sich etwa vier Kilometer vor der Küste auf dem Meer gebildet und sei binnen fünf Minuten über einen 20 Kilometer langen Küstenstreifen hinweggefegt. „Der Himmel wurde plötzlich ganz schwarz“, berichtete ein Augenzeuge. Mancherorts fiel vorübergehend der Strom aus.

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