Zweijähriger Junge schwer verletzt : Schäferhund beißt Kind in den Kopf

Ein zweijähriger Junge ist in Mecklenburg vom Schäferhund seiner Großeltern in den Kopf gebissen und schwer verletzt worden. Inzwischen ist das Kind außer Lebensgefahr.

In der Beißstatistik liegt der Boxer mit 15 Fällen, "in denen Menschen verletzt oder gefahrdrohend angesprungen wurden" im Mittelfeld. Der Boxer steht in Berlin nicht auf der Liste der gefährlichen Hunde. Weitaus am häufigsten attackieren Mischlinge in Berlin Menschen. 263 Fälle wurden in einem Jahr insgesamt aktenkundig. In dieser Bildergalerie zeigen wir eine Auswertung der Vorfälle nach Hunderassen anhand der zuletzt verfügbaren Statistik aus dem Jahr 2010.Alle Bilder anzeigen
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28.02.2012 08:19In der Beißstatistik liegt der Boxer mit 15 Fällen, "in denen Menschen verletzt oder gefahrdrohend angesprungen wurden" im...

Wie die Polizei in Rostock am Freitag mitteilte, saß das Kleinkind während eines Besuchs bei den Großeltern in Gnoien im Landkreis Güstrow am Mittwochnachmittag auf dem Arm der 48 Jahre alten Großmutter, als diese in ihrem Garten hinfiel. Als der Junge am Boden lag und schrie, griff einer der beiden freilaufenden Schäferhunde der Familie das Kind an und biss es unter anderem ins Gesicht.

Das Unglück ereignete sich bereits am Mittwoch, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Nach anfänglicher Lebensgefahr habe sich der Gesundheitszustand des Kindes inzwischen stabilisiert, berichtete die Polizei. Die beiden Schäferhunde wurden auf Wunsch der Großeltern eingeschläfert. Gegen den Großvater als Halter der Hunde wurde ein Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet

In diesem Jahr in Deutschland schon drei Kinder totgebissen

Das Kind in Mecklenburg ist außer Lebensgefahr, zuvor waren in Deutschland in diesem Jahr bereits drei Kinder durch Hunde-Attacken ums Leben gekommen. Zuletzt wurde im September in Wittenberg in Sachsen-Anhalt ein dreijähriger Junge von einem Rottweiler totgebissen.

Zuvor, im April, hatte ein Husky in Cottbus in Brandenburg einen Kinderwagen umgestoßen und ein erst acht Wochen altes Baby getötet. Auch in diesem Fall handelte es sich um einen so genannten Familienhund. Einen Monat später wurde ein dreijähriges Mädchen in Sachsenburg in Thüringen von den vier Staffordshire-Bullterriern ihrer Tante angegriffen und totgebissen. Die Urgroßmutter, die bei dem Kind war, versuchte die Kleine zu schützen und warf sich über sie. Auch sie wurde schwer verletzt.

Hinzu kommt der Fall einer 57-jährigen Frau aus dem thüringischen Ort Kindelbrück. Im Oktober wurde sie von ihrem eigenen Hund, einem Mix aus Schäferhund und Rottweiler getötet.

Im Oktober wurde ein Neunjähriger in Berlin schwer verletzt

In Berlin war zuletzt im Oktober ein Kind von einem Hund schwer verletzt worden. Beim Besuch einer befreundeten Familie biss deren Staffordshire-Terriermischling einem neunjährigen Jungen ins Gesicht. Das Kind hatte sich mit einem ein Jahr jüngeren Freund unbeaufsichtigt in der Wohnung der Familie aufgehalten. Der Junge trug Fleischwunden im Gesicht und an der linken Hand davon.

Der Hund ist Mitte November vom Bezirkstierarzt in Mitte eingeschläfert worden. Mitarbeiter des amtlichen Tierfangs hatten ihn aus dem Tierheim abgeholt, obwohl der Berliner Tierschutzverein und die Besitzer sich gegen eine Einschläferung stark gemacht hatten. Der Tierschutzverein prüft nun rechtliche Schritte gegen das Veterinäramt. (Tsp/AFP/dpa)

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