Zwischenfall : Ukrainischer Minister randaliert betrunken am Flughafen

Der ukrainische Innenminister Juri Luzenko wurde nach einem Zwischenfall am Frankfurter Flughafen von der Polizei abgeführt. Kiew dementiert, doch die deutsche Polizei bestätigte einen entsprechenden Bericht.

Frankfurt/MainEin Polizeisprecher bestätigte dagegen einen Bericht der Bild-Zeitung, wonach Luzenko während einer Zwischenlandung dem Flughafenpersonal aufgefallen und gemeinsam mit seinem Sohn auf ein Polizeirevier mitgenommen worden sei.

Ein Sprecher der Lufthansa berichtete von einem ukrainischen Fluggast, der "einen stark alkoholisierten Eindruck machte und sehr laut war". Der Mann, der aus Kiew kam und nach Seoul weiterfliegen wollte, sei nach der Entscheidung, ihn nicht an Bord zu lassen, handgreiflich geworden und habe "deutlich randaliert". Es sei zu befürchten gewesen, dass es auch an Bord der Maschine zu Pöbeleien gekommen wäre. "Deshalb war die Entscheidung, ihn nicht mitzunehmen und die Polizei einzuschalten, absolut richtig", sagte der Sprecher, der über die genaue Identität des Mannes keine Angaben machte.

Die ukrainische Regierung hat den Bericht über Innenminister Juri Luzenko zurückgewiesen. "Es gab keine Handschellen, und es gab auch keinen Konflikt wegen Trunkenheit." Luzenko und seine Delegation seien am Montag nach der Ankunft aus Kiew in der Transitzone mit dem Ausfüllen von Dokumenten aufgehalten worden und hätten deshalb den Anschlussflug nach Seoul verpasst. Luzenko musste nach Angaben aus Kiew wegen des Vorfalls seine Gespräche in Südkorea unter anderem über die Vorbereitungen zur Fußball-Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine verschieben. Das Treffen in Seoul sei nachgeholt worden. (cl/sp/dpa)



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