Weniger Aufträge : Konjunktur auf dem Bau flaut ab

In der Bauwirtschaft schwächt sich die Konjunktur ab. Die Auftragseingänge gaben um 4,4 Prozent nach. Auch die Zahl der Beschäftigten ging zurück.

WiesbadenDie Baukonjunktur in Deutschland schwächt sich nach dem Boom zu Jahresbeginn weiter ab. Im August gingen bei den Betrieben preisbereinigt 4,4 Prozent weniger Aufträge ein als im Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Die Baunachfrage im Hochbau nahm um 7,6 Prozent ab, im Tiefbau gab es ein Minus von 1,3 Prozent.

Auch die Beschäftigung ging zurück: Ende August waren 713.000 Männer und Frauen am Bau beschäftigt, 3,8 Prozent weniger als vor einem Jahr. Der Gesamtumsatz belief sich auf rund 7,6 Milliarden Euro und lag damit um 3,4 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Auftragsplus bis Mitte August

Von Januar bis August ergibt sich wegen der regen Bautätigkeit zu Jahresbeginn noch ein reales Auftragsplus von zwei Prozent. Der Gesamtumsatz stieg in den acht Monaten um 2,7 Prozent auf rund 49 Milliarden Euro. Die Zahl der Beschäftigten fiel in diesem Zeitraum leicht um 0,5 Prozent auf durchschnittlich 696.000.

"Der ganz große Aufschwung hat nicht stattgefunden", sagte ein Statistiker. Die positiven Zahlen zu Jahresbeginn seien allein dem milden Winter geschuldet. Bereits im Mai und Juni hatte es ein Auftragsminus gegeben. "Jetzt haut auch noch die Preissteigerung rein", sagte der Experte. Der Auftragswert wird preisbereinigt. (mit dpa)