Der Tagesspiegel : Weniger Dürrehilfe als erhofft

Bund zahlt nur zehn Millionen Euro

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Potsdam. Eine enttäuschende Nachricht für Brandenburgs Bauern: Das Bundeslandwirtschaftsministerium zahlt nur 10 Millionen Euro zum Ausgleich für die Schäden durch die Dürre. Das Land hatte fünf Millionen Euro mehr erwartet. Die Potsdamer Landesregierung hatte im August beschlossen, den von Ernteausfällen besonders betroffenen Bauern trotz schwieriger Haushaltslage mit 15 Millionen Euro zu helfen. „Wir waren von der gleichen Größe der Bundesmittel ausgegangen“, sagte Ministeriumssprecher JensUwe Schade gestern.

Umweltminister Wolfgang Birthler (SPD) werde deshalb bei dem Treffen mit Bundeslandwirtschaftsministerin Renate Künast (Grüne) in der nächsten Woche auf eine Aufstockung der Gelder aus dem Bundeshaushalt drängen. Ein Sprecher Künasts verwies jedoch darauf, dass Katastrophenhilfe grundsätzlich Sache der Länder sei. Nur angesichts der dramatischen Lage habe sich das Ministerium freiwillig für eine Hilfe in Höhe von zehn Millionen Euro entschlossen.

Das Brandenburger Agrarministerium schätzt die Dürreschäden auf rund 300 Millionen Euro. Mit den staatlichen Hilfen sollen die Bauern jetzt Saatgut, Düngemittel und Futter kaufen können, um im nächsten Jahr wenigstens einen Teil der Verluste wieder wettmachen zu können. Ste.

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