Werder : Granaten, Sprengstoff und Pistolen in Wohnung gefunden

Jede Menge Waffen, Munition, Handgranaten und Sprengstoff: All das lagerte in der Wohnung eines 54-jährigen Mannes in Werder. Zollfahnder kamen dem Waffenlager durch ein verdächtiges Päckchen auf die Spur.

Zollfahnder haben in einer Wohnung in Werder/Havel ein illegales Waffen- und Sprengmitteldepot entdeckt. Wie das Zollfahndungsamt Berlin-Brandenburg am Dienstag mitteilte, hatte der 54-jährige Mieter 15 schussfähige Pistolen und Revolver, ein Gewehr, eine Maschinenpistole, etwa 7000 Schuss Munition, drei Handgranaten, 30 Hieb- und Stichwaffen und ein Laserzielgerät gelagert. Weil bei der Wohnungsdurchsuchung am Montag auch Sprengstoff gefunden wurde, wurden benachbarte Wohnhäuser evakuiert und Zufahrtstraßen gesperrt.

Sprengstoffexperten der Bundespolizei, die zur Bergung einen Roboter einsetzten, brannten den zu militärischen Zwecken verwendbaren Sprengstoff auf einer abgesperrten Wiese in einer Metallwanne kontrolliert ab, wie es weiter heißt. Die Zöllner stellten in der Wohnung zudem 26 800 Euro sicher.

Auf die Spur des vorbestraften Mannes waren den Angaben zufolge Beamte eines Postzollamtes gekommen. Sie hatten ein aus Südostasien kommendes und an den Mann adressiertes Päckchen abgefangen, das offensichtlich ein als Handy getarntes Elektroschockgerät beinhaltete. Daraufhin war die Wohnung durchsucht worden. Die Staatsanwaltschaft Potsdam wolle Haftbefehl gegen den Beschuldigten beantragen, sagte der Sprecher. (ddp)

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