Der Tagesspiegel : Wirt bestreitet Vergewaltigung einer Kellnerin

Die schweren Vorwürfe einer ehemaligen Mitarbeiterin auf Probe brachten einen Restaurantbesitzer auf die Anklagebank. Der 46-jährige Italiener soll die 33-jährige Kellnerin im April letzten Jahres im Keller seines Tempelhofer Lokals eingesperrt und vergewaltigt haben. Im Prozess vor dem Landgericht bestritt er gestern sexuelle Übergriffe. Der Wirt mutmaßte, dass es der Frau wahrscheinlich nur um Geld gehen würde.

Er sei ein Chef, der Distanz zu Angestellten halten würde, sagte der Italiener. Die Frau habe einen Monat auf Probe bei ihm gearbeitet. Damals sei er aber viel unterwegs und selten im Restaurant gewesen. Der Wirt räumte ein, dass er der Kellnerin ein Buch geschenkt hatte. Diese Liebesgeschichten hätten aber auch andere von ihm bekommen. Nie habe er die Frau sexuell berührt. Ihm gegenüber habe sie sich einmal über Zudringlichkeiten eines Kollegen beschwert. Er habe daraufhin seinen männlichen Mitarbeitern geraten: „Lasst die Frau in Ruhe, mit ihr stimmt etwas nicht.“ Die Kellnerin wurde unter Ausschluss der Öffentlichkeit befragt. Der Prozess wird am Mittwoch fortgesetzt. K.G.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben