Wirtschaft :   NACHRICHTEN  

Auffanggesellschaft für Rosenthal

Frankfurt am Main - Der zahlungsunfähige Porzellanhersteller Rosenthal soll voraussichtlich über eine Auffanggesellschaft gerettet werden. „Ich gehe davon aus, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit das Insolvenzverfahren eröffnet wird und dann die Gründung einer Auffanggesellschaft erfolgt“, sagte der vorläufige Insolvenzverwalter Volker Böhm der Tageszeitung „Die Welt“. Die Gesellschaft soll den Geschäftsbetrieb unbelastet von den bestehenden Altverbindlichkeiten in Höhe von rund 60 bis 70 Millionen Euro fortführen. Rosenthal steht unter Zeitdruck, da das Insolvenzausfallgeld für die Mitarbeiter nur bis Ende März läuft. Böhm betonte, Verhandlungen mit einem Investoren liefen auf Hochtouren, sagte Böhm. Medienberichten zufolge verhandelt Rosenthal bereits mit dem italienischen Edelstahl- und Kochtopfhersteller Sambonet Paderno. In der vergangenen Woche hätten parallel dazu „Gespräche mit fünf bis zehn weiteren Interessenten“ begonnen, berichtete Böhm. Einer Investorengruppe um Patrick Graf von Faber-Castell habe er inzwischen einen Gesprächstermin vorgeschlagen. AP

Drei weitere US-Banken pleite

New York - Die Finanzkrise führt zu weiteren Bankenpleiten in den USA: Zum Wochenende mussten das zweite Mal in Folge gleich drei Institute auf einen Schlag dicht machen. Insgesamt steigt die Zahl seit Jahresbeginn damit auf neun Zusammenbrüche. Im Vorjahr gab es in den USA insgesamt 25 Pleiten von Geschäftsbanken. Diesmal traf es zwei etwas größere Institute in Kalifornien, die County Bank in Merced und die Alliance Bank in Culver City, sowie die First Bank in McDonough (Georgia). Die Kundeneinlagen seien aber wie bisher in den meisten Fällen von anderen Banken übernommen worden und damit garantiert, teilte die staatliche Einlagensicherung FDIC mit. Zusammen kamen alle drei auf eine Bilanzsumme von knapp 3,2 Milliarden Dollar (2,5 Milliarden Euro). Die FDIC rechnet mit weiteren Pleiten unter den weit mehr als 8000 US-Banken. dpa

Liechtenstein verliert Anleger

Frankfurt am Main - Die Steueraffäre um deutsche Millionenbeträge auf Liechtensteiner Konten hat den Bankgeschäften des Fürstentums schwer geschadet. Prinz Max von und zu Liechtenstein stellt nun sogar eine engere Zusammenarbeit mit den deutschen Steuerbehörden in Aussicht. Die LGT Bank, das größte Institut des Fürstentums, habe an seinem Stammsitz „mehrere Milliarden“ Schweizer Franken an Kundengeldern verloren, sagte der Prinz, der auch LGT-Chef ist, der „Welt am Sonntag“. Eine genaue Zahl nannte er nicht. AP

Siemens-Akw in Kaliningrad?

München - Bei den Plänen für eine Atom-Kooperation zwischen Siemens und Russland gibt es einen Vorschlag für ein erstes Projekt. Siemens könnte zusammen mit russischen Partnern ein Kernkraftwerk in Kaliningrad, dem früheren Königsberg, errichten, sagte der russische Energieminister Sergej Schmatko dem „ Spiegel“. „Ich könnte mir als erstes Projekt einen Reaktor bei Kaliningrad vorstellen.“ Der Standort biete sich an, weil in der Region nach der geplanten Abschaltung eines litauischen Kernkraftwerks Stromknappheit drohe. Für die geplante Zusammenarbeit favorisiere er ein deutsch-russisches Joint Venture, das weltweit mit gemeinsamer Technologie antrete und zur Spitzengruppe der Nuklearanbieter gehören solle. dpa

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