Wirtschaft :   NACHRICHTEN  

Datenskandal bei Drogeriekette

Ulm/München - Nach den Skandalen um Krankendaten bei Lidl und Daimler gibt es offenbar einen weiteren Fall: Auch die Drogeriekette Müller hat einem Zeitungsbericht zufolge gegen Datenschutzvorschriften verstoßen. Wie die „Süddeutsche Zeitung“ am Samstag berichtete, müssen die rund 18 000 Beschäftigten dem Unternehmen regelmäßig Auskunft über ihren Gesundheitszustand geben. Wer krankheitsbedingt ausfalle, werde nach seiner Rückkehr zu einem Gespräch mit dem Vorgesetzten zitiert, berichtete ein Mitarbeiter dem Blatt. Die Geschäftsleitung der Drogeriekette Müller wollte zu den Vorwürfen keine Stellung nehmen. Rainer Dacke von der Gewerkschaft Verdi sagte, ihm lägen diverse Hinweise von Müller-Mitarbeitern vor, wonach solche Gespräche zum Krankheitsverlauf üblich seien. dpa

IWF gewährt Hilfen für Mexiko

Washington - Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat Mexiko eine finanzielle Unterstützung in Höhe von 47 Milliarden Dollar (36 Milliarden Euro) zugesichert. Dabei setzte der IWF am Freitag erstmals das Instrument der sogenannten flexiblen Kreditlinie (Flexible Credit Line, FCL) ein, das von der Finanzkrise angeschlagene Länder stabilisieren soll. Den Angaben zufolge betrachtet die mexikanische Regierung die Kreditlinie als Vorsichtsmaßnahme und hat nicht vor, die Mittel in Anspruch zu nehmen. AFP

Chinas Staatsfonds peilt Europa an

Boao - Der chinesische Staatsfonds CIC hat lohnende Investitionen in Europa ausgemacht. „Wir haben hier viele gute Chancen identifiziert“, sagte CIC-Chef Lou Jiwei am Samstag. „Wir werden auch in Europa einige vorsichtige Investitionen tätigen, in einem angemessenen Umfang.“ Anders als vor einem Jahr, als der 200 Milliarden Dollar schwere Fonds durch nationale Schutzregeln abgeschreckt worden sei, nehme Europa heute eine offene Haltung ein, sagte Lou. Im Nachhinein sei er aber den Protektionisten dankbar, fügte er hinzu. „Wenn wir damals in der Eurozone investiert hätten, hätten wir inzwischen furchtbare Verluste erlitten“, sagte der CIC-Chef. rtr

Neue Bankenpleiten in den USA

Washington - Im Zuge von Finanzkrise und Wirtschaftsflaute sind in den USA zwei weitere Banken zusammengebrochen. Damit haben seit Jahresbeginn insgesamt 25 Institute geschlossen – so viele wie im gesamten vergangenen Jahr. 2007 hatte es lediglich drei Banken getroffen. Der staatliche Einlagensicherungsfonds FDIC gab am Freitag das Aus für die American Sterling Bank mit Sitz in Missouri und für die Great Basin Bank in Nevada bekannt. rtr

Telekom will Geld von Zumwinkel

Hamburg - Die Deutsche Telekom fordert nach der Überwachungsaffäre im Konzern offenbar Schadenersatz von ihrem Ex-Aufsichtsratchef Klaus Zumwinkel. Ein entsprechendes Schreiben sei dem früheren Chef der Deutschen Post kürzlich übersandt worden, berichtet der „Spiegel“. Zumwinkel werde vorgeworfen, persönlich den Auftrag zum Aufspüren von Informationslecks in der Telekom an die Konzernsicherheit gegeben zu haben. Damit hätte der Manager nicht nur seine Kompetenzen als Aufsichtsrat überschritten. AFP

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