Wirtschaft :   NACHRICHTEN  

EU entscheidet über Hilfe für LBBW

Stuttgart - Die EU-Kommission will am kommenden Mittwoch über Auflagen für die geplanten Milliarden-Hilfen für die größte deutsche Landesbank LBBW entscheiden. Es werde mit einer grundsätzlichen Zustimmung aus Brüssel gerechnet, hieß es am Samstag aus Kreisen des Verwaltungsrates. Die größte deutsche Landesbank war mit voller Wucht von der Finanzkrise getroffen worden und hatte 2008 einen Verlust von 2,1 Milliarden Euro gemacht. Die Träger – das Land Baden-Württemberg, die baden- württembergischen Sparkassen und die Stadt Stuttgart – hatten deshalb entschieden, dem Geldhaus mit einer Kapitalerhöhung von fünf Milliarden Euro unter die Arme zu greifen und riskante Wertpapiere auszulagern. dpa

Diabetesmittel unter Verdacht

London - Das Diabetesmedikament Lantus des französischen Pharmakonzern Sanofi-Aventis erhöht Studien zufolge möglicherweise das Risiko für Krebserkrankungen. Die Untersuchungen seien noch lange nicht beweiskräftig, sie indizierten aber die Notwendigkeit weiterer Nachforschungen, teilte Europas größte Fachvereinigung zum Thema Diabetes (EASD) am Sonntag mit. Die EASD hat Einzelheiten von vier europäischen Studien ins Internet gestellt. Eine stammt vom Kölner Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen. Die Untersuchung der Kölner ergab, dass bei gleicher Behandlungsdosis das Krebsrisiko bei mehr als 127 000 mit Lantus – auch bekannt als Insulin-Glargin – behandelten Diabetikern höher lag als bei Patienten, die mit herkömmlichen Humaninsulin behandelt wurden. rtr

dm hat Interesse an Woolworth

Düsseldorf - Die Drogeriekette dm verhandelt nach eigenen Angaben über die Übernahme von Standorten der insolventen Billigkaufhausgruppe Woolworth. „Es gibt etliche Woolworth-Flächen, die uns interessieren“, sagte dm-Chef Erich Harsch der „Wirtschaftswoche“. Er wolle „keine Überschneidungen mit bestehenden dm-Standorten, aber mehr als ein Dutzend Woolworth-Filialen kommen für dm infrage.“ Entsprechende Verhandlungen würden bereits geführt. Der vorläufige Woolworth-Insolvenzverwalter Ottmar Hermann hat angekündigt, dass sich das Unternehmen auf die mittelgroßen Filialen mit 25 bis 30 Mitarbeitern konzentrieren solle. Für die kleinflächigen Filialen gebe es Interesse von diversen großen Filialketten aus ganz Deutschland. dpa

Schaeffler verhandelt in China

Peking - Auf der Suche nach einem Investor ist die angeschlagene Schaeffler-Gruppe einem Magazinbericht zufolge auch in China unterwegs. Der fränkische Autozulieferer verhandle unter anderem mit der Pekinger Stadtverwaltung, berichtete die „Wirtschaftswoche“ am Samstag vorab unter Berufung auf Branchenkreise in Peking. Demnach wären für Schaeffler mit einem Einstieg der Chinesen die akuten Finanzprobleme kurzfristig gelöst. Der Investor würde Zugang zu Know-how, Technologie und den Vertriebswegen des Wälzlagerherstellers gewinnen, hieß es in dem Bericht. „Wir haben immer gesagt, dass wir mit möglichen Investoren sprechen, um das Interesse zu qualifizieren“, wurde darin ein Schaeffler-Sprecher zitiert. dpa

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