Wirtschaft :   NACHRICHTEN  

Deutsche Bank bespitzelte Aufseher

Berlin - Die Deutsche Bank hat einen ehemaligen Gewerkschaftsvertreter in ihrem Aufsichtsrat von Detektiven bespitzeln lassen. Gerald Herrmann von Verdi sagte am Samstag, die Bank habe ihn vor einigen Tagen darüber informiert. Laut „Spiegel“ ließ die Bank auch Vorstände und einen kritischen Aktionär von einer Detektei durchleuchten. Die Deutsche Bank habe sich bei ihm „formell und förmlich“ für die Bespitzelung im Jahr 2001 entschuldigt, sagte Herrmann. Der damalige Verdacht, er habe Geschäftszahlen weitergegeben, habe sich nicht erhärtet. Die Bank hatte Ende Mai mögliche Datenschutzverstöße in früheren Jahren eingeräumt. Der „Spiegel“ berichtet unter Berufung auf einen internen Prüfbericht der Anwaltskanzlei Cleary Gottlieb Steen & Hamilton, 2006 seien auch Vorstände wegen des Verdachts bespitzelt worden, sie hätten Kontakte zu dem ehemaligen Medienunternehmer Leo Kirch. AFP

Ex-Manager von Siemens sagt aus

Frankfurt am Main - Nach den griechischen Behörden hat nun offenbar auch die Staatsanwaltschaft München Ermittlungen gegen den ehemaligen Siemens-Hellas-Chef Michael C. wegen des Verdachts der Bestechung aufgenommen. Das berichten mehrere Medien. Demnach soll C. vergangene Woche umfangreich über Schmiergeldpraktiken ausgesagt haben. Laut „Spiegel“ berichtete der Manager unter anderem über Schmiergeldpraktiken des Konzerns vor einem Großauftrag für die Olympischen Spiele 2004 in Athen. Vorwürfe, wonach er selbst an Bestechungszahlungen zur Erlangung eines 500-Millionen-Rahmenvertrages mit der griechischen Telefongesellschaft OTE beteiligt gewesen sein soll, habe C. zurückgewiesen. AP

Weitere Interessenten für Porsche

Frankfurt am Main - Neben dem Emirat von Katar haben einem Magazinbericht zufolge weitere Investoren Interesse an Porsche. Ein russischer und ein chinesischer Staatsfonds sowie ein Hedgefonds interessierten sich für einen Einstieg bei dem Sportwagenbauer und für dessen Aktienoptionen an Volkswagen, berichtet „Focus“ ohne Angabe von Quellen. Porsche verhandelt dem Bericht zufolge aber exklusiv mit Katar. Porsche lehnte eine Stellungnahme zu dem Bericht ab. Der Stuttgarter Konzern sucht derzeit händeringend nach Geldgebern, um den im Zuge des VW-Einstiegs angehäuften Schuldenberg abzutragen. rtr

Weniger Häuser unter dem Hammer

Hamburg - Die Zahl der zwangsversteigerten Immobilien ist im ersten Halbjahr 2009 erneut gesunken. An den Gerichten wurden rund 45 000 Zwangsversteigerungstermine anberaumt, ein Minus von 2,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, teilte der Fachverlag Argetra in Ratingen mit. Die Summe der Verkehrswerte belief sich demnach auf 7,71 Milliarden Euro (minus 3,8 Prozent). „Wenn sich die schwächelnde Konjunktur weiter fortsetzt, bleibt ein Anstieg der Zwangsversteigerungen unausweichlich. Dies wird frühestens 2010 spürbar“, sagte Geschäftsführer Winfried Aufterbeck. In Berlin nahmen die Termine demnach um fast ein Fünftel ab, der objektbezogene Verkehrswert lag bei 292 000 Euro. Die Immobilien gingen wegen starker Nachfrage weg – „eine Sondersituation“, schreibt der Verlag. dpa

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