Wirtschaft :   NACHRICHTEN  

Kreditkartenaffäre kostet Millionen Berlin - Der massenhafte Kreditkartenaustausch wegen des Verdachts auf Datenmissbrauch verursacht Millionenkosten bei den deutschen Geldinstituten. „Der Kartenumtausch kostet allein die Sparkassen mehr als eine Million Euro“, sagte der geschäftsführende Vorstand des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV), Bernd Fieseler, der „Welt am Sonntag“. Er forderte die Kreditkartenfirmen auf, sich an den Kosten des Umtausches zu beteiligen. Der Chef des Kreditkartenunternehmens Visa Deutschland, Ottmar Bloching, sagte jedoch am Samstag, man habe nicht feststellen können, dass Systeme geknackt worden sind. Überprüfungen bei einem spanischen Kartendienstleister hätten kein Sicherheitsloch ergeben.dpa

Ermittlungen gegen Tengelmann

Hamburg - Gegen das Handelsunternehmen Tengelmann laufen nach einem Bericht des „Spiegels“ Ermittlungen wegen Steuerhinterziehung. Das Unternehmen stehe in Verdacht, mithilfe eines früheren Mitarbeiters der Unternehmensberatung Price-Waterhouse-Coopers Rechnungen rückdatiert zu haben, um sich damit zu Unrecht Stromsteuer in Höhe von elf Millionen Euro zurückzahlen zu lassen, berichtet das Magazin. dpa

Druck auf Pierer wächst

München - Der ehemalige Siemens-Vorstand unter Ex-Konzernchef Heinrich von Pierer soll schon von Ende 2003 an Hinweise auf schwarze Kassen, dubiose Beraterverträge oder fragwürdige Treuhandkonten erhalten haben. Wie der „Spiegel“ am Samstag vorab berichtete, unterließ es der Vorstand aber, die Kontrollen zügig zu verschärfen. Das Blatt beruft sich auf ein vertrauliches Gutachten der vom Siemens-Aufsichtsrat mit der Klärung von Schadensersatzansprüchen beauftragten Düsseldorfer Anwaltskanzlei Hengeler Mueller. Wie der „Spiegel“ weiter berichtet, rechnet Siemens-Aufsichtsratschef Gerhard Cromme damit, dass ein Großteil der ehemaligen Vorstände, von denen Siemens Schadensersatzzahlungen bis zu sechs Millionen Euro fordert, bis zur Aufsichtsratssitzung am 2. Dezember einem Vergleich zustimmt.dpa

Müller steigt bei Douglas ein

Frankfurt am Main - Der Drogeriemarkt-Unternehmer Erwin Müller will als Großaktionär beim Handelskonzern Douglas einsteigen. „Douglas ist mein zweites Standbein“, sagte Müller dem „Focus“. Eine Zusammenarbeit der beiden Firmen bei Einkauf und Logistik könne Kosten senken, sagte der Ulmer Unternehmer, dessen Kette hinter Schlecker, Rossmann und dm die Nummer vier der Drogerieketten ist. Müller halte seit wenigen Tagen drei Prozent der Douglas-Aktien, berichtete „Focus“ weiter ohne Nennung von Quellen. Zudem wolle er die Anteile der Schweizer Bank Sarasin & Cie übernehmen und insgesamt 18 Prozent von Douglas erwerben. dpa

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