Wirtschaft :   NACHRICHTEN  

Bund fördert Atomtechnik

Düsseldorf – Der Bund will nach acht Jahren Pause wieder Exportbürgschaften für Nukleartechnik übernehmen. Für die deutsche Industrie ist dies ein Türöffner in einem Wachstumsmarkt im Volumen von einer Billion Euro in den kommenden 20 Jahren, schreibt das „Handelsblatt“ unter Berufung auf Regierungskreise. 2001 hatte die damalige rot-grünen Koalition vor dem Hintergrund des Atomausstiegs beschlossen, dass Atomtechnik nicht mehr mit staatlichen Bürgschaften gefördert werden soll. HB

Japan macht massenhaft Schulden

Tokio - Die japanische Regierung muss sich einem Zeitungsbericht zufolge wegen der Wirtschaftsflaute am Finanzmarkt so viel Geld leihen wie nie zuvor. Die Emission von Staatsanleihen werde im kommenden Fiskaljahr mit insgesamt über 140 Billionen Yen (umgerechnet 1,1 Billionen Euro) ein Rekordniveau erreichen, hieß es in einem Bericht der Wirtschaftszeitung „Nikkei“ am Sonntag. Japans Schuldenberg beläuft sich auf insgesamt 170 Prozent der Wirtschaftsleistung und ist damit größer als in allen anderen großen Industrienationen. rtr

Entscheidung bei Schiesser

Radolfzell - Die Sanierung des insolventen Wäscheherstellers Schiesser geht in die entscheidende Phase. Nach Informationen des Branchendienstes „Der Kontakter“ berät am 2. Dezember der Gläubigerausschuss über den Einstieg eines Investors. Zu den interessierten Investoren gehört weiter auch der Modemacher Wolfgang Joop, wie Insolvenzverwalter Volker Grub dem Branchendienst am Sonntag bestätigte. Weitere Namen nannte Grub nicht. dpa

Telekom baut weiter ab

Bonn - Telekom-Chef René Obermann plant erneut Einschnitte bei den Beschäftigten. „Der Personalumbau im Unternehmen muss weitergehen“, sagte Obermann dem „Handelsblatt“. „In Bereichen, wo die Automation durch die Internet-Technologie immer größer wird, fallen Arbeitsplätze weg, in anderen Bereichen stellen wir neu ein.“ Der Abbau ist Teil eines neuen Sparplans, den Obermann im Februar vorstellen will. Der ehemalige Staatskonzern hat in der Vergangenheit im Schnitt 10 000 Mitarbeiter jährlich abgebaut. Auch bei dieser Restrukturierung versucht der Konzern, ohne Kündigungen auszukommen. Der Sozialpartner trage den Abbau mit, beteuert Obermann. Vor allem Techniker werden betroffen sein. Störungen sollen künftig nicht mehr von einem Mitarbeiter vor Ort, sondern von der Zentrale aus am PC beseitigt werden können. HB

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