Wirtschaft :   NACHRICHTEN  

Deutsche Bahn macht Gewinn

Berlin/München - Die Deutsche Bahn (DB) hat im vergangenen Jahr Gewinne gemacht. „Im Geschäftsjahr 2009 schreibt die DB eine kräftige schwarze Zahl“, sagte Bahnchef Rüdiger Grube dem Magazin „Focus“. Das Betriebsergebnis liege deutlich über einer Milliarde Euro. Allein das Sparprogramm „React 2009“ habe das Konzernergebnis um 600 Millionen Euro verbessert. Auch im Güterverkehr habe man den Tiefpunkt überwunden. Vor diesem Hintergrund stellte Grube Milliardeninvestitionen für neue Züge in Aussicht. „Bei der Ausschreibung von 300 neuen ICE-Zügen im Wert von fünf bis sechs Milliarden Euro wird Qualität ein zentraler Punkt sein“, sagte der Bahnchef. Die Entscheidung für den Auftrag falle im Sommer. dpa

Wettbewerber verklagt die Post

Amsterdam/Frankfurt - Der niederländische Postkonzern TNT geht gerichtlich gegen die Deutsche Post vor. TNT habe gegen die Post-Tochter First Mail Wettbewerbsbeschwerde erhoben, teilte das niederländische Unternehmen am Samstag mit. Ein Post-Sprecher sagte dazu: „Wir halten das inhaltlich und rechtlich für unbegründet.“ Der „Spiegel“ berichtete, TNT habe Antrag auf einstweilige Verfügung beim Landgericht Düsseldorf und auf Einleitung eines Kartellverfahrens beim Bundeskartellamt gestellt. TNT werfe der Post vor, sie wolle mit First Mail ein zweites Briefnetz mit deutlich billigeren Zustellern aufbauen, um die Konkurrenz in Nordrhein-Westfalen auszuschalten. rtr

GM investiert in neue Opel-Modelle

Rüsselsheim/Detroit - Der US-Autobauer General Motors schießt seiner deutschen Tochter Opel 650 Millionen Euro zu. „Mit dem Geld wird in die neuen Modelle investiert“, sagte Opel-Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Es gehe unter anderem um den Produktionsstart des Minivans Meriva im spanischen Werk Saragossa, aber auch um die Entwicklung neuer Motoren und Fahrzeuge. Der Autobauer kämpft seit über einem Jahr um das Überleben. Bis Ende Januar soll für Opel ein Sanierungskonzept vorliegen, das die Grundlage für Verhandlungen über Staatshilfen bildet. GM hat den Geldbedarf auf 3,3 Milliarden Euro beziffert, rund 2,7 Milliarden sollen nach den Vorstellungen der Amerikaner die Regierungen aufbringen, in deren Ländern Opel Standorte hat. dpa

Verlage beschweren sich über Google

Bonn/Hamburg - Die deutschen Zeitungs- und Zeitschriftenverleger gehen nach Angaben von Google beim Bundeskartellamt gegen den Suchmaschinengiganten vor. Google erklärte am Samstag, dass das Bundeskartellamt das Unternehmen über die Beschwerden von Wettbewerbern informiert habe. Das Amt habe Google um Stellungnahme gebeten und würden dann über die Einleitung eines förmlichen Verfahrens entscheiden. Neben den Verlegerverbänden hätten auch die Microsoft-Tochter Ciao und der Kartendienst-Anbieter Euro-Cities Beschwerden eingereicht. Dem Vernehmen nach kritisieren die Verlegerverbände, dass Google für die Anzeige der Suchtreffer, sogenannte „Snippets“, den Verlagen nichts bezahlt. Der Online-Kartendienst-Anbieter Euro-Cities soll sich über das kostenlose Anbieten von Karten bei Google Maps beschweren. dpa

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